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IS will diesen Touristen köpfen

In Algerien

IS will diesen Touristen köpfen

Zu der Entführung eines Franzosen in Algerien haben sich Islamisten mit Verbindungen zur Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannt. In einem am Montagabend aufgetauchten Video drohte die Gruppe Jund al-Khilifa mit der Enthauptung ihrer Geisel binnen 24 Stunden, sollte Frankreich seine Luftangriffe gegen den IS im Irak nicht stoppen.

Beim Wandern verschleppt
Der 55-jährige Franzose, ein Bergführer aus Nizza, war den bewaffneten Islamisten am Sonntag beim Wandern in der Kabylei in die Hände gefallen. Auf dem bei YouTube veröffentlichten Video ist der auf dem Boden kauernde weißhaarige Franzose zu sehen. Der Mann stellt sich darin mit Namen vor und gibt an, am 21. September entführt worden zu sein. Der Brillenträger wendet sich direkt an den französischen Präsidenten Francois Hollande und bittet ihn um Hilfe. Neben ihm stehen zwei vermummte Männer mit Kalaschnikow-Gewehren.

Die französische Präsidentschaftskanzlei erklärte am Abend, Frankreich und Algerien arbeiteten "auf allen Ebenen vollständig zusammen", um den Mann zu finden und zu befreien. Paris hatte zuvor bereits die Verschleppung bestätigt.

Trotz der angedrohten Enthauptung will die Regierung in Paris den Forderungen der islamistischen Entführer nicht nachgeben. "Eine Terrorgruppe kann Frankreichs Haltung nicht verändern", sagte der französische Außenminister Laurent Fabius.

Mehrere Gruppen aktiv
In der gut hundert Kilometer östlich der Hauptstadt Algier gelegenen Kabylei sind mehrere bewaffnete islamistische Gruppierungen aktiv, unter anderem die Organisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi). Kurz nach der Entführung am Sonntag hatte die IS-Miliz ihre Anhänger am Montag aufgerufen, Bürger all der Staaten zu töten, die sich der internationalen Koalition gegen sie angeschlossen haben. In der Drohung wurden insbesondere Franzosen und US-Bürger als Ziel genannt.

Frankreich hatte sich als erstes europäisches Land an den US-Luftangriffen gegen IS-Stellungen im Irak beteiligt. Am Montagabend rief das französische Außenministerium seine Staatsbürger in rund 30 Ländern zu "größter Vorsicht" auf.

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