Irakischer Politiker

"ISIS ist in einem Jahr erledigt"

Die Terror-Miliz ISIS konnte innerhalb kürzester Zeit große Gebiete Syriens und des Iraks erobern und ein so genanntes Kalifat ausrufen. In den letzten Monaten mussten die Jihadisten allerdings Rückschläge einstecken und mindestens 20 Prozent ihres Territoriums aufgeben. Unterstützt durch westliche Luftangriffe konnte die irakische Armee eine Offensive starten und unter anderem die wichtige Stadt Ramadi erobern.

Neue Offensive
Nihad Kodscha, der Bürgermeister der kurdischen Großstadt Erbil, zeigte sich optimistisch, dass ISIS bereits in einem Jahr besiegt werden kann. Im Interview mit der deutschen „Welt“ berichtet der Politiker, dass eine baldige Offensive auf die Millionenstadt Mossul unmittelbar bevorstehe. Es gebe demnach ein gut funktionierendes Bündnis zwischen der offiziellen Armee, den Peschmerga sowie den westlichen Alliierten.

Auch in Syrien dürfte es der Einschätzung Kodschas nach demnächst eine Offensive geben. Die Jihadisten würden demnach bald ihre Hauptstadt Raqqa verlieren, der Krieg in Syrien sei damit aber noch lange nicht vorbei. Insgesamt hofft der kurdische Politiker, dass Präsident Assad abtritt, nur ohne ihn könne es eine Zukunft geben.

Mindestens 500.000 Flüchtlinge
Kodscha geht allerdings davon aus, dass es zu einer neuen Flüchtlingswelle kommt. Er ist überzeug, dass zumindest 500.000 Menschen vor neuen Kämpfen im Irak in seine kurdische Autonomieregion flüchten werden.

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