ISIS ruft zu Anschlägen auf Christkindlmärkten auf

Nach Berlin-Terror

ISIS ruft zu Anschlägen auf Christkindlmärkten auf

Das Attentat in Berlin ist mittlerweile der zweite verheerende Anschlag mit einem Lkw in Europa. Erst im Juli ereignete sich in Nizza ein nahezu identischer Anschlag. Obwohl sich noch niemand zu diesem Attantat bekannt hat, deutet alles auf den "Islamischen Staat" hin. Zumal die Terrormiliz IS in ihrer Propaganda auch Anleitungen für Angriffe mit Lastwagen auf Zivilisten gegeben hat. So veröffentlichten die Jihadisten im November in ihrem Magazin "Rumiyah" einen dreiseitigen Artikel mit genauen Anweisungen, wie Einzeltäter ein solches Attentat verüben sollen. Dabei priesen sie den Angriff mit einem Lastwagen in Nizza als Vorbild.

Ein Fahrzeug sei für einen Angriff gut geeignet, weil es einfach zu beschaffen, aber nicht verdächtig sei. "Es ist eine der sichersten und einfachsten Waffen, die man gegen die Kuffar (Ungläubigen) einsetzen kann", heißt es in dem Artikel. Wichtig sei es, große und schwere Fahrzeuge mit ausreichender Geschwindigkeit auszuwählen.

Auch für potenzielle Ziele gibt das Magazin Anweisungen. Geeignet seien Märkte, Festivals, Paraden oder politische Versammlungen. Die Angreifer sollten sicherstellen, dass ihre Verbindung zum IS deutlich werde. Sie könnten etwa Zettel dabei haben, auf denen "Ich bin ein Soldat des Islamischen Staates" stehe.

Auch nach dem Anschlag in Berlin rufen erste Dschihadisten zu Nachahmungen auf. Wie die "Bild" berichtet, soll ein deutscher ISIS-Kämpfer an seine Anhänger folgendes geschrieben haben: "Bei Allah, diese Operationen lassen den Feind erschrocken und terrorisiert zurück..
Wer setzt also fort und rast in das Nächste Weihnachtsmarkt
Lasst die Kuffar diesen Weihnachtsmarkt niemals vergessen o Löwen des Islams!“.

Das Propaganda-Magazin "Rumiyah" ("Rom") erscheint seit einiger Zeit in unterschiedlichen Sprachen, darunter auch in Deutsch und Englisch. Der mittlerweile in Syrien getötete frühere IS-Sprecher Abu Mohammed al-Adnani hatte Anhänger der Dschihadisten vor rund zwei Jahren aufgerufen, als "einsame Wölfe" Attentate zu verüben.

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