ISIS steinigt Homosexuelle

Syrien

ISIS steinigt Homosexuelle

Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat am Dienstag in Syrien zwei junge Männer wegen angeblicher Homosexualität zu Tode gesteinigt. Ein 20-Jähriger sei unter dem Vorwurf der Homosexualität in der Ortschaft Majadin in der Provinz Deir Essor gesteinigt worden, erklärte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Auf seinem Handy seien angeblich Bilder gefunden worden, die ihn bei "unschicklichen Akten mit Männern" zeigten. In Deir Essor wurde demnach ein 18-Jähriger unter dem gleichen Vorwurf gesteinigt. Aktivisten schrieben im Internet jedoch, der Vorwurf der Homosexualität sei nur ein Vorwand gewesen.

Gegner
In Wahrheit habe es sich um Gegner der Jihadisten gehandelt. Diese haben bereits wiederholt Frauen wegen Ehebruchs gesteinigt. Im August wurde nach UN-Angaben in Majadin zudem eine Zahnärztin geköpft, weil sie weiter Frauen wie Männer behandelte. Die sunnitische Extremistengruppe beruft sich bei ihren Strafaktionen auf die Scharia, doch verurteilen selbst konservative islamische Rechtsgelehrte ihr Vorgehen als unislamisch.
 

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