Autobombe: Mindestens 30 Tote im Irak

Anschlag

Autobombe: Mindestens 30 Tote im Irak

Bei einem Anschlag nördlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Donnerstag mindestens 30 Menschen getötet worden. Eine Autobombe sei inmitten eines belebten Marktes der Stadt Saadijah in der Provinz Dijala explodiert, auch 40 Menschen seien verletzt worden, teilten Rettungs- und Sicherheitskräfte mit. Der Markt befindet sich in einem mehrheitlich von schiitischen Kurden bewohnten Viertel.

Seit Jahresbeginn hatte die konfessionell motivierte Gewalt im Irak erneut deutlich zugenommen. Erst am Mittwoch wurden bei einer Serie von Anschlägen in Bagdad und mehreren Schießereien landesweit 59 Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt. Die Feiern anlässlich des schiitischen Ashura-Festes, bei dem des Todes von Imam Hussein, dem Enkel des Propheten Mohammed, gedacht wird, sorgten zuletzt für eine Zunahme der Gewalt.

Seit Jänner starben in dem Konflikt nach einer AFP-Zählung auf Grundlage offizieller Angaben landesweit mehr als 5.800 Menschen. Allein im Oktober, dem blutigsten Monat seit April 2008, gab es 964 Tote. Ministerpräsident Nuri al-Maliki bat daher in Washington um Unterstützung im Kampf gegen extremistische Gruppen. Seine Gegner machen ihn jedoch selbst mit für die Gewalteskalation verantwortlich. Insbesondere die Sunniten fühlen sich benachteiligt und klagen über den autoritären Regierungsstil des schiitischen Ministerpräsidenten.

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