Irrer Kim provoziert mit Raketenabschuss von U-Boot

Lage spitzt sich zu

Irrer Kim provoziert mit Raketenabschuss von U-Boot

Die Spannungen zwischen Nordkorea und dem Westen nehmen weiter zu. Das kommunistisch regierte Land teste am Samstag nach Angaben des Nachbarn Südkorea erneut eine Rakete. Allerdings sei der Test wohl fehlgeschlagen, erklärte das südkoreanische Militär. Das offenbar von einem U-Boot aus gestartete Geschoß sei in einer frühen Flugphase im Meer niedergegangen.

Gleichwohl protestierte Südkorea, Japan und die USA gegen den Test und erklärten, damit würden Resolutionen der Vereinten Nationen verletzt. Nordkorea hatte im Jänner erneut einen Atomtest und in der Zeit danach mehrere Raketen getestet. Die USA hatten deshalb am Freitag mitgeteilt, Südkorea mit einem Raketenabwehrsystem besser gegen Nordkorea verteidigen zu wollen. Dies hatte aber den Protest Chinas zur Folge.

Sanktionen gegen Kim

Der Konflikt hatte sich bereits zugespitzt, als die USA am Mittwoch erstmals Sanktionen direkt gegen Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un verhängten. Unter Kim würden Millionen Nordkoreanern weiterhin unerträgliche Grausamkeiten zugefügt, hatte die US-Regierung erklärt. Dazu zählten Tötungen ohne Gerichtsurteil, Zwangsarbeit und Folter. Die Sanktionen, die auch andere Spitzenvertreter des kommunistisch geführten Landes treffen, zielen auf Immobilienbesitz und andere Vermögenswerte ab, die sich in der US-Gerichtsbarkeit befinden. Nordkorea hatte das US-Vorgehen als "Kriegserklärung" bezeichnet und eine "scharfe Antwort" angekündigt.

Bei dem Test am Samstag stieg die Rakete nach Angaben des südkoreanischen Militärs im Meer südöstlich der nordkoreanischen Stadt Sinpo auf. Der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge explodierte sie dann über Wasser in einer Höhe von zehn Kilometern.

USA und Südkorea wollen Raketensystem stationieren

Die USA hatten am Freitag gemeinsam mit Südkorea erklärt, ihr Raketensystem THAAD in Südkorea zu stationieren. Es richte sich ausschließlich gegen eine Bedrohung durch Nordkorea, nicht aber gegen andere Länder. Das System soll den US-Streitkräften in Südkorea unterstehen, die dort 28.500 Soldaten stationiert haben.

Nordkoreas wichtigster Verbündeter China erklärte hingegen, der Schritt zerstöre das sicherheitspolitische Gleichgewicht in der Region. Auch Russland wandte sich gegen die Stationierung des Systems. Es werde bei Russlands Militärplanung berücksichtigt, erklärte das Außenministerium in Moskau.

Internationale Warnungen missachtet

Mit den wiederholten Raketentests stellt sich Nordkorea gegen internationale Warnungen und Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, mit denen das Land von der Entwicklung ballistischer Raketen abgehalten werden soll. Die Regierung in Pjöngjang weist dies als Einmischung in innere Angelegenheiten zurück.

Das autokratisch regierte Nordkorea ist international isoliert. Es hat wiederholt damit gedroht, Südkorea, Japan und die USA zu zerstören. Die Atomwaffen-Entwicklung in Nordkorea wird auch vom einzigen internationalen Partner China kritisiert.

 

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