Islamabad stellt Handynetze ab

Angst vor religiösem Mob

Islamabad stellt Handynetze ab

In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad wurden am zweiten Tag in Folge sämtliche Mobiltelefonnetze abgeschaltet. Eine offizielle Stellungnahme gab es dazu nicht. Es wird angenommen, dass die Maßnahme mit der Präsenz von rund 2.000 radikalen, religiösen Demonstranten vor dem Parlament zu tun hat. Die hatten sich dort am Sonntag festgesetzt.

Mit der Abschaltung der Netze soll verhindert werden, dass Mob-Aktivitäten organisiert werden. Außerdem werden so per Handy zündbare Sprengsätze außer Kraft gesetzt.

Seit dem Sonntag demonstrierten Tausende religiöse Radikale in Islamabad gegen die Hinrichtung eines Extremisten vor einem Monat. Mumtaz Qadri hatte 2011 den liberalen Gouverneur der Provinz Punjab, Salman Taseer, ermordet, nachdem dieser die strengen Blasphemiegesetze des Landes kritisiert hatte. Für den Mord war Qadri von Hunderttausenden Pakistanern wie ein Held gefeiert worden.

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