Überraschung

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Advent-Komet doch wieder aufgetaucht

Der Adventskomet "Ison" dürfte entgegen erster Vermutungen die Annäherung an die Sonne doch überstanden haben. Allerdings dürfte die extreme Hitze den Kometen stark demoliert haben. Zunächst wurde vermutet, dass Ison seine Annäherung an die Sonne nicht überstanden hat.

Der Schweifstern hatte am Donnerstag gegen 19.30 MEZ den sonnennächsten Punkt seiner Bahn erreicht. Zu diesem Zeitpunkt betrug sein Abstand zum glühend heißen Zentralgestirn nur noch einen Sonnendurchmesser. Bei einer Entfernung von 1,17 Millionen Kilometern war er Temperaturen von 2.700 Grad Celsius ausgesetzt und verlor drei Millionen Tonnen pro Sekunde. Es war daher damit gerechnet worden, dass der aus der eisigen Tiefe des Weltraums heranfliegende Komet dies nicht überleben würde.

4,5 Milliarden Jahre alt

Spekulationen über ein mögliches Ende des Kometen hatten bereits am Nachmittag neue Nahrung erhalten: Bilder von SOHO hatten gezeigt, dass die Helligkeit von Ison kurz vor seiner dichtesten Annäherung an die Sonne deutlich abgenommen hatte. Ison fasziniert Astronomen, seitdem er im September 2012 von russischen Forschern entdeckt wurde, da sein Ursprung rund 4,5 Milliarden Jahre bis in die Anfänge des Sonnensystems zurückreicht.

Ison hatte sich vor mehreren Millionen Jahren aus der sogenannten Oort Wolke gelöst, einer Ansammlung von Gesteinsbrocken auf halber Strecke zwischen der Sonne und dem nächstgelegenen Stern. Battams betonte, es sei noch nie ein solcher Komet aus der Oort Wolke gesehen worden, der sich derart der Sonne nähere. Wenn sich Kometen auf ihrer Reise durchs All der Sonne nähern, bilden sie oft Gas- und Staubschweife aus, die stets von der Sonne wegweisen.

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