Israelischer Luftangriff in Syrien

Waffenkonvoi

Israelischer Luftangriff in Syrien

US-Behörden haben nach einem Bericht der "New York Times" einen Angriff israelischer Jets auf Ziele nahe Damaskus bestätigt. Man glaube, dass der Angriff einem Konvoi mit hochmodernen Flugabwehrwaffen, die für die Hisbollah im Libanon bestimmt gewesen sein, gegolten habe, zitierte die Zeitung Regierungsbeamte, die nicht genannt werden wollten. Israel habe die USA über sein Vorgehen informiert.

Dementis
Das syrische Regime hatte zuvor von Angriffen auf eine militärische Forschungseinrichtung nahe Damaskus gesprochen und dementiert, dass ein Waffenkonvoi das Ziel gewesen sei. Zwei Menschen seien dabei getötet worden.

Waffenlieferungen
Die israelische Regierung wollte die Berichte nicht kommentieren. Allerdings hatte es zuletzt vermehrt Warnung über mögliche Waffenlieferungen von Syrien in den Libanon - mit dem sich Israel bis heute offiziell im Kriegszustand befindet - von israelischer Seite gegeben. Man werde eingreifen, sollte die Gefahr bestehen, Chemiewaffen oder hochentwickelte konventionelle Waffen aus Syrien könnten in die Hände der pro-iranischen, schiitischen Hisbollah-Miliz gelangen, hieß es.

Bereits am Nachmittag hatte der Libanon Spekulationen über einen israelischen Angriff auf eine Waffentransport im syrisch-libanesischen Grenzgebiet dementiert. "Die Meldungen über einen israelischen Angriff an der syrisch-libanesischen Grenze entbehren jeder Grundlage", meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Allerdings teilten die libanesischen Streitkräfte mit, israelische Flugzeuge seien in der Nacht auf Mittwoch in den südlibanesischen Luftraum eingedrungen. "Jets haben die Region um Mitternacht herum in geringer Höhe überflogen, und es war ein Geräusch wie vom Durchbrechen der Schallmauer zu hören", sagte eine Quelle im Sicherheitsapparat der dpa. Die UN-Truppen im Libanon betonten, sie hätten keine Informationen über einen möglichen Angriff.

Die Hisbollah hat das Regime des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad seit Beginn der Kämpfe unterstützt. Unter anderem, weil über Syrien immer wieder Waffen aus dem Iran in die Hände der im Südlibanon operierenden Miliz gelangen, was in einer Post-Assad-Ära nicht länger gesichert wäre. Als Stellvertreter des Irans im Libanon gilt die Hisbollah als einer der größten Feinde Israels. Schon jetzt kann die Miliz mit ihrem rund 80.000 Raketen starken Waffenarsenal Ziele in fast ganz Israel treffen. Sollten zu diesem nun auch noch Chemiewaffen aus syrischen Beständen hinzukommen, wäre dies ein Albtraum für Israel.

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