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Italiener warb für Ku-Klux-Klan

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Italiener warb für Ku-Klux-Klan

Die italienische Polizei hat einen 33-jährigen Mann aus Modena ausfindig gemacht, der im Namen des amerikanischen Geheimbunds Ku Klux Klans rassistische Appelle im Internet veröffentlichte und Anhänger für die verbotene Organisation zu rekrutieren versuchte. Der nicht vorbestrafte Arbeitslose, der in rechtsextremen Kreisen bekannt ist, wurde wegen Anstiftung zu ethnischem und rassistischem Hass angezeigt, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Freitag.

Der Mann kümmerte sich um die italienische Version der Webseite der "United northern and southern knights of the KKK", dem europäischen Arm des Ku Klux Klans und suchte im Internet Anhänger in Italien. Auf der Webseite wurden die Italiener aufgerufen, "die weiße Rasse" zu retten. "Wir müssen zurückholen, was uns entzogen wurde und unseren Kindern die Zukunft sichern, die sie verdienen", heißt es auf der italienischen Seite.

Klan-Führer lobt Italien
"Das Fehlen weißen Stolzes ist traurig und unerklärbar, weil keine andere Gruppe größeren Grund hat, auf die eigene Geschichte stolz zu sein", hieß es. Ein Appell wurde auch an die italienischen Frauen gerichtet, "Ohne starke weiße Frauen werden unsere Rasse und Nachfolger in Vergessenheit geraten", hieß es.

Nach einer Anzeige des italienischen Anti-Diskriminierungsverbands UNAR hatte die römische Staatsanwaltschaft eine Untersuchung über den Fall eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft will jetzt weiterhin über Verbindungen des Ku Klux Klans zu italienischen Rechtsextremisten ermitteln. Der langjährige Führer des Ku Klux Klan, Don Black, hatte kürzlich im Interview mit "La Repubblica" seine Sympathien für Italien gezeigt. "Die Italiener sind die ersten, die reagieren, und zeigen, dass sie sich von den Migranten nicht erniedrigen lassen wollen", hatte er betont.

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