Jemen: Flüchtlinge vor Küste ertrunken

Boote gekentert

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Jemen: Flüchtlinge vor Küste ertrunken

Beim Untergang von zwei Flüchtlingsbooten vor der Küste des Jemens sind womöglich mehr als 80 illegale Einwanderer ertrunken. Wie das jemenitische Innenministerium am Montag mitteilte, kamen mindestens 43 Flüchtlinge ums Leben, als ihr Boot vor der Südküste des Landes kenterte. Es wurde befürchtet, dass etwa 40 weitere Menschen ertranken, deren Schiff ebenfalls unterging.

Unglück wegen Sturm und einem Tsunami
"Das Unglück wurde durch starke Winde und einen Tsunami verursacht, der die beiden Boote zum Kentern brachte und an die Küste trieb", erklärte das Ministerium unter Berufung auf die Küstenwache in der südjemenitischen Stadt Aden. Die meisten der Flüchtlinge seien Äthiopier gewesen, beim Untergang des ersten Bootes hätten nur drei Somalier überlebt. Auf dem zweiten Boot befanden sich nach Angaben des Ministeriums auch Frauen und Kinder. Die Suche nach den Vermissten dauere noch an, hieß es in der Erklärung. Wann sich das Unglück ereignete, war zunächst unklar.

Durch den Jemen läuft "gefährlichste" Flüchtlingsroute
Jedes Jahr versuchen Zehntausende Äthiopier und Somalier auf der Flucht vor Krieg, Armut und Verfolgung über das Meer in den Jemen und weiter in das ölreiche Saudi-Arabien zu gelangen. Doch viele sterben auf den überladenen und heruntergekommenen Booten, während andere von skrupellosen Schmugglern getötet werden. Wenn die Flüchtlinge dennoch den Jemen erreichen, der selbst zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, steht ihnen noch der Weg durch die Wüste nach Saudi-Arabien bevor. Die UN-Flüchtlingsorganisation (UNHCR) nannte die Route die "frequentierteste und gefährlichste" Migrationsroute der Welt.

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