Jetzt spricht die Flüchtlings-Treterin

Ungarn

Jetzt spricht die Flüchtlings-Treterin

Die ungarische Kamerafrau, die mit Tritten gegen Flüchtlinge weltweit für Empörung sorgte, hat den Vorfall bedauert. Sie sei "keine herzlose, Kinder tretende Rassistin", schrieb die 40-Jährige am Freitag in einem offenen Brief an die konservative Tageszeitung "Magyar Nemzet". Worte der Entschuldigung fand sie allerdings nicht.

In Panik geraten

Als beim Grenzort Röszke die stundenlang wartenden Flüchtlinge ungeduldig wurden und den Polizeikordon durchbrachen, "bekam ich Angst, wie sie da so auf mich zuströmten", schrieb sie. "Ich geriet in Panik, ... als ob ich nicht ich selbst gewesen wäre." Sie habe Angst bekommen, als die Menge auf sie zugerannt sei. "Ich habe gedacht, dass ich angegriffen werde und mich verteidigen müsse."

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Weltweite Empörung
Der Vorfall am vergangenen Dienstag hatte weltweit für Empörung gesorgt. Von anderen Journalisten gedrehte Videos zeigten, wie die Kamerafrau einem Flüchtling mit einem Kind im Arm ein Bein stellte, worauf dieser samt Kind zu Boden fiel. Weiter war zu sehen, wie sie einem kleinen Mädchen gegen das Schienbein trat.

Die 40-Jährige war zu dem Zeitpunkt für das Internet-Fernsehen N1TV tätig, das zur Mediengruppe der rechtsextremen Jobbik-Partei gehört. Der Sender entließ sie, nachdem der Vorfall bekannt geworden war.

201509094451.jpg © Reuters

Die ungarische Polizei verhörte die Kamerafrau. Sie werde wegen der Geschehnisse bei Röszke der Störung der öffentlichen Ordnung verdächtigt, teilte die Polizei auf ihrer Webseite mit.
 

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