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Jetzt will Klitschko Präsident werden

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Jetzt will Klitschko Präsident werden

Der ukrainische Oppositionsführer Vitali Klitschko will Präsident der Ukraine werden. "Ich werde kandidieren", sagte der Box-Weltmeister dem deutschen Sender ARD am Donnerstagabend. Die Regierung in Kiew bekräftigte indes ihre grundsätzliche Bereitschaft, das Kooperationsabkommen mit der EU doch noch zu unterzeichnen, nannte aber erneut kein Datum.

Als seine Visionen nannte Klitschko Reformen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und sozialen Garantien sowie die Bekämpfung der grassierenden Korruption. Vorerst hätten die Demonstranten drei Forderungen. Die erste sei die Freilassung von 15 festgenommenen Regierungsgegnern. Außerdem müssten diejenigen bestraft werden, die angeordnet hätten, Demonstranten zu schlagen. Und drittens: "Der Ministerpräsident und die ganze Regierung muss zurücktreten."

Gespräche haben begonnen
Am Freitag hat ein Runder Tisch mit Präsident Viktor Janukowitsch und dem Oppositionspolitiker Vitali Klitschko begonnen. Die beiden Rivalen saßen sich bei dem Krisengespräch direkt gegenüber. Das regierungskritische Internetportal hromadske.tv übertrug das Treffen live.

Janukowitsch bietet Amnestie an
Der ukrainische Präsident bietet eine Amnestie für die Demonstranten an, die während der Proteste der vergangenen Tage festgenommen wurden. "Ich werde bei den Gesprächen am Runden Tisch eine Amnestie vorschlagen", erklärte Janukowitsch am Freitag.

Janukowitsch räumte ein, dass sich die Sicherheitskräfte beim Vorgehen gegen die Menschen bei den prowestlichen Protesten nicht immer passend verhalten hätten. Er kündigte eine Amnestie für die festgenommenen Regierungsgegner an. Die Freilassung dieser Demonstranten ist eine der Forderungen Klitschkos, die er als Bedingung für die Teilnahme an Gesprächen mit der Regierung gestellt hat.

"Wir werden Janukowitsch mit unseren Forderungen konfrontieren und sind gespannt auf seine Antworten", hatte Klitschko kurz vor dem Treffen gesagt. In einer in Kiew verbreiteten Mitteilung sagte Janukowitsch: "Wir müssen diesen Konflikt beenden."

EU-Außenminister diskutieren am Montag mit Lawrow
Der russische Außenminister Sergej Lawrow ist am Montag zum EU-Außenministerrat in Brüssel eingeladen, um mit seinen europäischen Kollegen über die Ukraine zu diskutieren. Ein ranghoher EU-Diplomat sagte am Freitag in Brüssel: "Wir suchen keine Konfrontation." Die EU wolle aber auch nicht mit Russland in trilaterale Gespräche über die Ukraine treten.

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