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Jüdischem Kämpfer gegen IS droht Todesstrafe

Israel

Jüdischem Kämpfer gegen IS droht Todesstrafe

Einem jüdischen Israeli, der gegen die Terrormiliz Islamischer Staat gekämpft hat, droht laut israelischen Medienberichten in einem arabischen Land die Todesstrafe. Er soll dort einen Taxifahrer erschossen haben. Um den rund 20 Jahre alten Mann aus dem Gefängnis freizukaufen, hat der israelische Rettungsdienst Zaka innerhalb von 24 Stunden umgerechnet rund 123.000 Euro im Internet gesammelt.

Dies bestätigte eine Sprecherin der Organisation am Donnerstag. Der Name des arabischen Landes unterliegt einer Nachrichtensperre. Der junge Mann soll laut Berichten in das Land gereist sein, um dort seine Großeltern zu besuchen. Dabei soll er sich dem Kampf gegen den IS angeschlossen haben. Als ein Taxifahrer entdeckt habe, dass er Jude sei, habe dieser ihn bedroht, sagte der junge Mann laut Medienberichten. Daraufhin habe er ihn erschossen. Seit Juni 2015 sitzt er in Haft. Der Israeli soll auch die kanadische Staatsbürgerschaft besitzen.

Die Familie hatte sich Anfang der Woche an die Öffentlichkeit gewandt, um umgerechnet rund 112.000 Euro zu sammeln. Bekomme die Familie des Opfers diesen Betrag, komme sein Sohn frei, sagte der Vater im israelischen Fernsehen. Anderenfalls drohten seinem Sohn 25 Jahre Haft oder die Todesstrafe.

Wie bei Entführungen im Ausland üblich äußerte sich das Außenministerium nur sehr zurückhaltend zu dem Fall. "Das Wohlergehen und die Sicherheit des israelischen Bürgers steht für uns auf der Prioritätenliste ganz oben. Daher ist das Außenministerium seit langem in Kontakt mit seiner Familie", sagte ein Sprecher. Man hoffe, dass der junge Mann bald freigelassen werde.

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