3 Tote, 1000 Verletzte

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Kairo: Gewalt vor israelischer Botschaft

Demonstranten haben in der Nacht auf Samstag Teile der israelischen Botschaft in Kairo gestürmt. Nach Augenzeugenberichten drangen sie in das Gebäude ein, in dem die Vertretung untergebracht ist. Zuvor hatten sie einen Schutzwall niedergerissen. Bei den Zusammenstößen sind nach Berichten der Krankenhäuser drei Menschen getötet worden, nach Angaben der ägyptischen Zeitung "Al-Ahram" wurden rund 1000 weitere verletzt.


Quelle: Cnn.com

Der israelische Botschafter brachte sich auf dem Kairoer Flughafen in Sicherheit. US-Präsident Barack Obama forderte die ägyptische Regierung auf, ihren internationalen Verpflichtungen nachzukommen und die Sicherheit der Botschaft zu gewährleisten.

Sicherheitskräfte feuerten in die Menge
Drei Polizeifahrzeuge wurden in Brand gesetzt. Sicherheitskräfte feuerten Tränengas in die aufgebrachte Menge. In der Nähe der Botschaft waren nach Angaben eines Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP Schüsse zu hören.

Die ägyptische Regierung habe die Sicherheitskräfte in der Hauptstadt in Alarmbereitschaft versetzt, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Jazeera. Premierminister Essam Sharaf kündigte eine Krisensitzung des Sicherheitskabinett an.

Botschaft gestürmt
Hunderte Demonstranten hatten am Freitag zunächst eine zweieinhalb Meter hohe Schutzmauer vor dem Botschaftsgebäude niedergerissen und dann die Botschaft gestürmt. Ein Demonstrant entfernte die Fahne Israels von dem Gebäude und warf sie inmitten des Jubels der Demonstranten auf die Straße. Die Menge stürmte außerdem ein zur Botschaft gehörendes Appartement im 18. Stockwerk des Gebäudes und warf Dokumente aus den Fenstern. Die eigentliche Botschaft ist im 20. und 21. Stock untergebracht.

Wie Al-Jazeera berichtete, flüchteten der israelische Botschafter Jizhak Levanon, seine Familie und Botschaftsmitarbeiter in der Nacht auf den Kairoer Flughafen. Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll er bereits auf dem Weg zurück nach Israel sein.

Auch Samstag gewalttätige Proteste

Ägyptische Demonstranten und die Polizei haben sich auch am Samstag in der Nähe der in der Nacht attackierten israelischen Botschaft in Kairo neue Zusammenstöße geliefert. Protestierer hätten eine nahegelegene Straße blockiert und die Sicherheitskräfte mit Steinen und Flaschen beworfen, berichtete das ägyptische Staatsfernsehen.

Ägyptens Ministerpräsident Essam Sharaf rief seine Regierung für Samstag zu einer Krisensitzung zusammen. Die ägyptische Polizei wurde in Alarmbereitschaft versetzt. Alle Polizisten müssten zum Dienst erscheinen, Urlaub sei gestrichen worden, berichtete das Staatsfernsehen.

Seit Wochen Demonstrationen
Seit Wochen kommt es vor der israelischen Botschaft in Kairo immer wieder zu Demonstrationen. Auslöser war der Tod von fünf ägyptischen Grenzpolizisten. Israelische Sicherheitskräfte hatten sie bei der Verfolgung mutmaßlicher palästinensischer Terroristen an der ägyptisch-israelischen Grenze vor drei Wochen erschossen.

Die israelische Regierung hat den Tod der Grenzwächter offiziell bedauert. Dennoch fordern ägyptische Demonstranten seit Wochen vom regierenden Militärrat einen generellen Kurswechsel im Verhältnis zu Israel.

US-Präsident Obama "sehr besorgt"
US-Präsident Obama zeigte sich in einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu "sehr besorgt" über den Angriff auf die Botschaft. Die USA versuchten auf allen Ebenen, die Situation in Kairo ohne weitere Gewalt zu lösen, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak soll zuvor seinen Amtskollegen Leon Panetta um Hilfe gebeten haben.

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