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Katastrophe ohne Ende

Katastrophe ohne Ende

Österreich verdoppelt Afrika-Hilfe

Österreich stockt seine Hilfsleistung für Ostafrika um fast das Doppelte auf 1,5 Millionen Euro auf – das gab Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) am Freitag bekannt: „Diese Katastrophe erfordert die Solidarität mit der Krisenregion.“ Das Geld, das aus Katastrophenfonds, Lebensministerium und drei Ländern kommt, fließt an internationale Organisationen wie die UNO-Flüchtlingshilfe oder das Internationale Rote Kreuz, die in Ostafrika tätig sind. In einem ersten Schritt hatte die Regierung Hilfsgelder von 800.000 Euro zugesagt, was scharfe Kritik von vielen Seiten eingebracht hat.

Hilfe von Uni Salzburg
Die Aufstockung hat mit der dramatischen Entwicklung am Horn von Afrika zu tun: 12 Millionen Menschen sind wegen der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren vom Hungerstod bedroht. Die Vereinten Nationen haben in Somalia in fünf Regionen die Hungersnot ausgerufen. Immer mehr strömen in die Flüchtlingslager. In Dadaab in Kenia, wo 400.000 Menschen im größten Lager leiden, hilft jetzt das Zentrum für Geodynamik der Uni Salzburg, per Satellit die Flüchtlinge zu zählen. Die Verteilung der Hilfsgüter läuft nur langsam an. Am Freitag haben Unbekannte versucht, Nahrungsmittel aus einem UN-Lastwagen zu stehlen, mehrere Personen wurden verletzt.

29.000 tote Kinder
Besonders betroffen sind Kinder. „Fast die Hälfte der Kinder ist bei Eintreffen in die Camps unterernährt. Häufig sterben Kindern auf dem am Weg oder kurz nach Erreichen der Camps“, gab die Unicef bekannt. Laut den USA sind in den vergangenen 90 Tagen 29.000 Kinder im Bürgerkriegsland Somalia verstorben.

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