Kims Tante verklagt Flüchtlinge

Verleumdung

Kims Tante verklagt Flüchtlinge

Eine in den USA lebende Tante des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un verklagt nach Medienberichten drei nordkoreanische Flüchtlinge in Südkorea wegen übler Nachrede. Ko Yong-suk und ihr Mann beschuldigten die drei, bei Auftritten in Talkshows im südkoreanischen Fernsehen Falschinformationen über sie verbreitet zu haben.

Schmerzensgeld
Das berichteten die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap und Zeitungen am Mittwoch unter Berufung auf den Anwalt des Paars. Der Anwalt soll von dem Paar in Seoul mit der Klage beauftragt worden sein. Sie verlangten Schmerzensgeld, hieß es.

Die jüngere Schwester von Kim Jong-uns Mutter war schon 1998 in die USA geflüchtet und hatte dort um Asyl gebeten. Sie soll sich um Kim gekümmert haben, als dieser in der Schweiz eine internationale Schule besucht hatte. Er wurde nach dem Tod seines Vaters Kim Jong Il Ende 2011 an die Spitze des hochgerüsteten, aber verarmten Staates gesetzt.

Glücksspielsucht

Die Beklagten hätten unter anderem behauptet, die Tante habe dafür gesorgt, dass Kims älterer Halbbruder Kim Jong Nam sein Heimatland verlassen müsse, hieß es. Auch hätten sie ihr Glücksspielsucht nachgesagt. Bei den Beklagten handle es sich um einen früheren nordkoreanischen Agenten, den Schwiegersohn eines früheren nordkoreanischen Premierministers und einen Ex-Diplomaten.
 

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