Kinder trinken Blut der Eltern, um zu überleben

Irak

Kinder trinken Blut der Eltern, um zu überleben

Bagdad - Noch immer harren mehr als 30 000 Menschen auf dem Sinjar-Gebirge im Irak aus. Sie waren vor den Extremisten der IS (Islamistischer Staat) dorthin geflüchtet. Mittlerweile konnten tausende Yesiden in Sicherheit gebracht werden - und die Überlebenden berichten von dem dort erlebten Horror.

OE24 dokumentiert die unfassbaren Geschehnisse: Knapp 8000 der 30 000 auf dem Gebirge festsitzenden Yesiden konnten dem sicheren Tod auf dem Sinjar-Gebirge entkommen und befinden sich nun in einem Lager der Dohuk Provinz von Kurdistan.

Szenen wie aus einen Horrorfilm
Einer der Überlebenden: "Ich musste mitansehen, wie vier Kinder verdurstet sind. Wir konnten sie nicht beerdigen, daher haben wir Steine auf ihre Körper gelegt." Ein ander Yeside: "Die Kinder waren so durstig, dass Eltern begannen, ihre Hände aufzuschneiden, damit sie wenigstens Blut tinken konnten."

Flüchtlinge müssen Minenfelder überqueren
2000 Yesiden haben es bis zum Flüchtlingslager Derabon an der irakischen-türkischen Grenze geschafft. Aber ohne Pässe sind sie auf Menschenschmuggler angewiesen, sie die in die Türkei bringen. Amal (43) konnte sich mit ihren drei kleinen Kindern retten: "Wir mussten auf Zehenspitzen ein Minenfeld durchqueren." Weil die drei Kleinen langsam waren, forderten die Schmuggler die Mutter auf, ihren Nachwuchs zurückzulassen. Aber Amal trug sie stattdessen in Sicherheit. Aber nicht alle hatten so viel "Glück": Eine Familie musste ihren Besitz verkaufen, um einen Schmuggler zu bezahlen, der sie nach Derabon bringt. Aber nun fehlt ihnen das Geld, um über die Grenze gelangen.

Britische Spezialeinheiten werden eingesetzt
Währrenddessen wurde bekannt: Die britische Armee hat Medienberichten zufolge schon vor Wochen Spezialeinsatzkräfte (SAS) in den Irak geschickt, um die einheimischen Truppen im Kampf gegen islamistische Terrormilizen zu unterstützen. Die australische Luftwaffe hingegen wird Lebensmittel, Wasser und Decken über dem Sinjar-Gebirge abwerfen.

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