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Kleinbus fuhr auf Landmine: 19 Tote

Tragödie in Guinea-Bissau

Kleinbus fuhr auf Landmine: 19 Tote

Bei der Explosion einer Landmine unter einem völlig überfüllten Kleinbus sind im Norden von Guinea-Bissau mindestens 19 Menschen getötet worden. Zehn weitere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Es handelte sich offenbar um einen tragischen Unfall: Die Mine könnte noch aus der Zeit des Krieges von 1961 bis 1974 stammen, als die damalige portugiesische Kolonie an der afrikanischen Westküste um ihre Unabhängigkeit kämpfte, mutmaßten Militärangehörige im Rundfunk.

"Bus wurde in zwei Teile gerissen"
Der Kleinbus war auf einer wenig befahrenen Straße 70 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bissau unterwegs. Die Mine explodierte, als der Fahrer einer Pfütze auswich. "Ich saß mit anderen Passagieren auf dem Dach. Der Bus wurde in zwei Teile gerissen", berichtete einer der Überlebenden. Nur drei Menschen, darunter der Busfahrer, kamen unversehrt davon.

Portugiesisches Kriegsgerät
Die Explosion war so gewaltig, dass die Opfer auf umliegende Felder geschleudert wurden. Die Verletzten wurden in das größte Krankenhaus des Landes gebracht. Minenexperten der Streitkräfte wurden an den Unglücksort entsandt, um den Sprengsatz zu analysieren. Die portugiesischen Kolonialstreitkräfte hatten nach dem Unabhängigkeitskrieg rund 4.000 Anti-Personen- und Anti-Panzer-Minen hinterlassen.

Das kleine Guinea-Bissau mit rund 1,5 Millionen Einwohnern liegt zwischen dem Senegal und Guinea und gilt als eines der am wenigsten entwickelten Länder der Erde.

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