Kreml:

Krim-Krise

Kreml: "Schmutzige Propaganda"

Ein Jahr nach der umstrittenen Einverleibung der Schwarzmeerhalbinsel Krim hat Russland dem Westen eine "schmutzige Propaganda" vorgeworfen. Die USA und ihre Verbündeten würden ein verzerrtes Bild der Situation um die Krim zeichnen, sagte der russische Parlamentschef Sergej Naryschkin am Freitag der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Vor dem Jahrestag des umstrittenen Krim-Referendums am 16. März sagte der Politiker, dass die Bewohner der Halbinsel 2014 in einer "freien Willensentscheidung" ein Leben in der Russischen Föderation gewählt hätten.

Kritik vom Westen
Die USA und die EU hatten die Volksabstimmung als verfassungswidrig kritisiert. Sie verurteilten die anschließende Annexion durch Russland als Bruch des Völkerrechts. Die Ukraine erhebt weiter Anspruch auf das Gebiet, das ihr 1954 von dem damaligen Kremlchef Nikita Chruschtschow zugesprochen worden war.

Über eine Million Neu-Russen
Mehr als 1,56 Millionen Bewohner der Krim hätten inzwischen den russischen Pass, sagte der Leiter der Migrationsbehörde der Republik Krim, Pjotr Jarosch. Die Ausgabe der Dokumente gehe weiter, sagte Jarosch. Anspruch darauf habe jeder Krim-Bewohner ab dem 14. Lebensjahr. "Heute kommt auch eine große Zahl an Menschen aus der Ukraine zu uns. Das hängt vor allem damit zusammen, dass dort die Lebensbedingungen schlecht sind", sagte er.

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