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Krim-Krise: Warn-Schüsse auf Austro-Soldaten

Lage spitzt sich weiter zu

Krim-Krise: Warn-Schüsse auf Austro-Soldaten

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Die Lage auf der ukrainischen Halbinsel Krim spitzt sich zu: Am Samstag wurde gegen OSZE-Beobachter – diese versuchen seit Tagen vergeblich, auf die Krim zu kommen – Warnschüsse von pro-russischen Milizen abgegeben. Davon betroffen waren auch die zwei österreichischen OSZE-Beobachter Oberst Josef Hölzl und Oberst Anton Eischer. Am Zugang zur Krim wurde die OSZE-Mission erneut gehindert. Drei Schüsse sollten laut Beobachtern gefallen sein.

Der Kreml droht dem Westen wegen der Verhängung von Sanktionen mit „Vergeltung“. Laut Zeitungsberichten haben zudem prorussische Kräfte begonnen, den Übergang zur Halbinsel zu verminen.

Merkel lässt G8-Gipfel 
bei Referendum sausen
US-Präsident Barack Obama und Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel forderten gestern Russlands Präsidenten Wladimir Putin unmissverständlich auf, „seine Einsatzkräfte von der Krim zurückzuziehen“. Merkel hat angekündigt, nicht am G8-Gipfel im russischen Sotschi teilzunehmen, sollte das für 16. März angesetzte Krim-Referendum stattfinden.

38 % der Österreicher 
haben Angst vor Krieg
Die Angst vor einer militärischen Eskalation ist mittlerweile sogar in Österreich groß: In der aktuellen ­ÖSTERREICH-Umfrage des Gallup-Instituts sagen 38 %, dass sie Angst vor einem Krieg zwischen der Ukraine und Russland haben.

Kurz besucht Maidan und Russen in Kiew

Heute, Sonntag, wird ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz als derzeitiger Vorsitzender des Europarats nach Kiew reisen. In der ukrainischen Hauptstadt wird er sich am Hauptschauplatz der Revolution – am Maidan – ein Bild der Lage machen. Zudem soll er das Oberhaupt des Moskauer Patriarchats – zwecks Sondierung der Lage bezüglich der russischen Minderheit in der Ukraine – und das Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche treffen.

Kurz setzt in der Krim-Krise auf Deeskalation und – wie die heimische Regierung insgesamt – auf einen „Dialog mit Russland“.

Viele Termine
Am Montag stehen dann politische Top-Termine am Programm: Der 27-jährige Außenminister wird gemeinsam mit dem Europarats-Sonderbeauftragten Schokkenbroek den Übergangspräsidenten Alexander Turtschinow, Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk, Außenminister Andrej Deschtschyzja und Justizminister Pawel Petrenko treffen. Kurz möchte den Ukrainern einen Justizaustausch – zum Aufbau von rechtsstaatlichen Grundsätzen – anbieten.

Kurz will in der Ukraine jedenfalls vermitteln: „Der Europarat kann einen wichtigen Beitrag leisten, die unterschiedlichen Gruppen in der Ukraine zu vereinigen.“


 

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