Landeverbot für Tel Aviv aufgehoben

Gaza-Krieg

Landeverbot für Tel Aviv aufgehoben

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat das Landeverbot für den israelischen Flughafen Ben Gurion wieder aufgehoben. Das am Mittwoch um 24 Stunden verlängerte Landeverbot für US-Fluggesellschaften sei annulliert worden, teilte die FAA mit, warnte aber vor einer "sehr wechselhaften Situation" und anhaltenden Kämpfen im nahegelegenen Gazastreifen. Die Sperre war am Dienstag aus Sicherheitsgründen verhängt worden, nachdem eine Rakete aus dem Gazastreifen nahe dem Flughafen zwischen Jerusalem und Tel Aviv eingeschlagen war.

Wegen des andauernden Raketenbeschusses haben mehrere Fluglinien Verbindungen zum Flughafen Ben Gurion vorübergehend ausgesetzt - darunter die AUA, Fly Niki und die Lufthansa.

Armee setzt Angriffe fort
Die israelischen Streitkräfte setzten in der Nacht auf Donnerstag ihre Angriffe im Gazastreifen fort. Augenzeugen zufolge fiel der Strom aus, nachdem das wichtigste Kraftwerk des Küstengebiets getroffen wurde. Menschen gerieten in Panik. Trotz internationaler Vermittlungsbemühungen stieg die Zahl der Toten weiter.

Wie der Leiter der Rettungskräfte im Gazastreifen, Ashraf al-Kidra, sagte, kletterte die Zahl der Opfer in dem Gebiet auf 707. Mehr als 4.500 Menschen seien verletzt worden. Auf israelischer Seite kamen bislang mindestens 32 Soldaten und zwei Zivilisten ums Leben.

Kein Ende der Gewalt
Zu einer möglichen Waffenruhe gab es am Abend widersprüchliche Signale. Hamas-Exilchef Khaled Mashaal machte die Zustimmung seiner Organisation zu einer Vereinbarung mit Israel erneut von einem Ende der Blockade des Gazastreifens abhängig. "Wir sind bereit, unser Leben zu opfern, um die Belagerung (von Gaza) zu beenden", erklärte er in der katarischen Hauptstadt Doha. Zuvor hatten palästinensische Offizielle angekündigt, eine Waffenruhe sei "binnen Stunden" möglich.

Der israelische Regierungssprecher Mark Regev dementierte wenig später jedoch, dass eine Feuerpause unmittelbar bevorstehe. Ein Mitglied des israelischen Sicherheitskabinetts sagte dem Fernsehsender Aruz 10, die Vereinbarung einer Waffenruhe werde bis zu diesem Samstag erwartet. US-Außenminister Kerry hatte zuvor von "gewissen Fortschritten" in den Vermittlungsbemühungen gesprochen.


 

 



 

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