Linksextremisten töten Journalisten

Bekennerschreiben

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Linksextremisten töten Journalisten

Eine Gruppe von griechischen Linksextremisten hat sich zu einem Mord an einem Journalisten bekannt. Die als "Sekte der Revolutionäre" bekannte Gruppe habe ein Bekennerschreiben an die griechische Zeitung "Ta Nea" geschickt, hieß es am Dienstag aus Polizeikreisen in Athen. Es werde von dem Blatt am Mittwoch veröffentlicht. Der Radiojournalist Sokratis Guiolias war am 19. Juli vor seiner Wohnung in der griechischen Hauptstadt von mehreren Angreifern erschossen worden.

Anschlag
Bereits die Untersuchungen am Tatort hatten nach früheren Angaben der Polizei ergeben, dass die terroristische Untergrundorganisation hinter dem Anschlag steckt. Die Tatwaffen vom Kaliber 9 Millimeter seien bereits bei anderen Anschlägen der linksextremen Gruppierung eingesetzt worden.

Die "Sekte der Revolutionäre" war im Februar 2009 nach den wochenlangen Unruhen von Ende 2008 erstmals in Erscheinung getreten. Damals hatte sie die Fassade eines privaten Fernsehsenders beschossen. Danach veröffentlichten die Extremisten ein Schreiben, in dem sie "allen Journalisten" mit dem Tod drohten. Im Juni 2009 bekannte sich die Gruppe zu einem Anschlag auf eine Polizeidienststelle, bei dem ein Beamter getötet wurde.

Linksgerichtete Organisationen verüben seit Jahren derartige Anschläge in Griechenland. Der Polizei war es im April gelungen, die gefährlichste von ihnen größtenteils zu zerschlagen. Fünf mutmaßliche Mitglieder der Organisation "Revolutionärer Kampf" wurden festgenommen und angeklagt.

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