Video zum Thema Hochhaus-Brand in London: Dutzende Vermisste
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17 Tote bestätigt

Londoner Hochhausbrand: Noch 65 Vermisste!

Nach dem verheerenden Hochhausbrand in London haben Freunde und Verwandte verzweifelt mit Postern und in sozialen Medien nach Vermissten gesucht. Bisher hat die Polizei den Tod von mindestens 17 Menschen bestätigt. Sie fürchtet, es könne mehr als 60 geben. Auch die Möglichkeit, dass die Zahl der Todesopfer in den dreistelligen Bereich steigen könnte, schloss die Behörde nicht aus.

Berichten zufolge lebten zwischen 400 und 600 Menschen in dem 24 Stockwerke hohen Sozialbau. 24 Menschen wurden am Freitag noch in Krankenhäusern der britischen Hauptstadt behandelt. Der Zustand von zwölf Patienten sei derzeit kritisch, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Die Feuerwehr blieb auch am Freitag im Einsatz. Der Brand im Grenfell Tower ist Augenzeugenberichten zufolge noch nicht vollständig gelöscht. Rettungsteams suchten mit Drohnen und Spürhunden nach Menschen.

London Feuer Hochhaus-Brand © APA/AFP/Natalie Oxford/NATALIE OXFORD

Neue Wohnungen bis zum Wochenende

Alle Bewohner des Hochhauses sollen bis zum Wochenende eine neue Wohnung erhalten, sagte Megan Hession von der Bezirksverwaltung in Kensington und Chelsea. Zahlreiche Menschen hatten auch die vergangene Nacht noch in Turnhallen und Hotels verbracht.

Aktivisten riefen für den Abend zu einer Solidaritätskundgebung im Regierungsbezirk Westminster. Die Demonstration soll vor dem Ministerium für Kommunen stattfinden, das auch für Wohnungsbau verantwortlich ist. Nach dem Unglück geben viele Bürger der britischen Regierung eine Mitschuld an der Brandkatastrophe. Auf Facebook hatten am Freitagvormittag schon knapp 2.000 Demonstranten ihre Teilnahme an der Kundgebung unter dem Motto "Justice for Grenfell!" (Gerechtigkeit für Grenfell) angekündigt.

Diashow London: Großbrand in Hochhaus

Großbrand in Hochhaus ++ Zahlreiche Verletzte ++

Großbrand in Hochhaus ++ Zahlreiche Verletzte ++

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Großbrand in Hochhaus ++ Zahlreiche Verletzte ++

Großbrand in Hochhaus ++ Zahlreiche Verletzte ++

Großbrand in Hochhaus ++ Zahlreiche Verletzte ++

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Kühlschrank-Brand als mögliche Ursache

Auf der Suche nach der Feuerursache kann bisher weder Brandstiftung noch ein technischer Defekt ausgeschlossen werden. Die "Daily Mail" berichtete, dass der Brand in der Wohnung eines Taxifahrers im vierten Stock ausgebrochen sei. Scheinbar geriet ein Kühlschrank in Brand. Premierministerin Theresa May kündigte eine unabhängige Untersuchung des Unglücks an, auch um aufzuklären, ob der Brandschutz mangelhaft war.

Viel Ärger fokussierte sich auf die erst kürzlich angebrachte Fassadenverkleidung. Die Grenfell-Mieterinitiative teilte mit, man habe wegen der schlechten Sicherheitsstandards in dem Hochhaus und anderswo im Bezirk in den vergangenen Jahren häufig gewarnt.
 

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