Mafia-Vorwürfe gegen Siziliens Präsidenten

Verhaftung geplant

Mafia-Vorwürfe gegen Siziliens Präsidenten

Die Staatsanwaltschaft der Stadt Catania hat die Verhaftung des Präsidenten der Region Sizilien, Raffaele Lombardo, und seines Bruders Angelo wegen mutmaßlicher Mafia-Verstrickungen beantrangt. Über den Antrag muss jetzt ein Untersuchungsrichter entscheiden. Lombardo und seinem Bruder Angelo werden Verbindungen zum Mafia-Boss Vincenzo Aiello vorgeworfen. Ermittlungen laufen auch gegen mehrere Lokalpolitiker. Alle werden beschuldigt, mit Wählerstimmen der Mafia in den Regionalrat gehievt worden zu sein.

Sollte der Untersuchungsrichter Grünes Licht geben, könnte Raffaele Lombardo sofort verhaftet werden. Für die Festnahme seines Bruders Angelo, der Abgeordneter im römischen Parlament ist, bräuchten die Staatsanwälte noch die Zustimmung der Abgeordnetenkammer, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Mittwoch.

Lombardo, der seit 2008 Sizilien regiert, wies die Vorwürfe als absurd zurück. "Ich kenne Aiello nicht und ich habe niemals Geschäfte mit der Mafia gemacht", versicherte der Politiker, Chef der Bewegung für die Autonomie (MPA). Lombardo, der eine Wahlallianz mit dem Mitte-Rechts-Block um Regierungschef Silvio Berlusconi eingegangen ist, hatte die Regionalwahlen 2008 mit einer überwältigenden Mehrheit von 60 Prozent der Stimmen gewonnen. Lombardo hatte sich gegen die Kandidatin der Mitte-Links-Formation Demokratische Partei, Anna Finocchiaro, durchgesetzt.

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