Mafia erklärt Flüchtlingen den Krieg

Brutale Attentate

Mafia erklärt Flüchtlingen den Krieg

Nachdem die Balkanroute quasi dicht gemacht wurde, wird Italien wieder zur Anlaufstelle für Flüchtlinge. Bis zu 1000 Asylwerber sollen pro Tag ankommen. Diese Tatsache bereitet nun nicht nur mehr dem Staat Kopfzerbrechen, sondern auch der Mafia. Die fürchtet nun ihre kriminelle Vormachtstellung an die Flüchtlinge zu verlieren. Für die „Cosa Nostra“ gibt es dagegen nur eine Möglichkeit: Sie erklären den Asylwerbern den Krieg.

Inzwischen spitzt es sich zu einem blutigen Machtkampf zu. Erst Anfang April wurde ein 21-jähriger Gambier Opfer dieser brutalen Schlacht. Ihm wurde in Palermo in den Kopf geschossen und dabei hatte er mit dieser Sache nichts zu tun. Der Attentäter soll ihn verwechselt haben. Der junge Mann lag 4 Tage im Koma, konnte aber gerettet werden.

Hoher Ausländeranteil

Seit Beginn der Flüchtlingskrise nimmt der Migrantenanteil in Palermo stetig zu. Im Stadtteil Ballaro liegt dieser bereits bei 25 Prozent. Auch der Bürgermeister der Stadt ist verzweifelt. "Palermo ist keine italienische Stadt mehr. Sie ist auch nicht mehr europäisch. Wenn man durch die Stadt spaziert, kommt man sich vor wie in Istanbul oder Beirut“, soll Leoluca Orlando gegenüber „Mail Online“ gesagt haben. Die Mafia sieht dies ähnlich kritisch und rächt sich nun auf brutale Art und Weise.

Immer weiter in den Abgrund

Mit den Flüchtlingen kamen immer wieder kriminelle Bandenmitglieder aus anderen Ländern nach Sizilien. Sie brachten immer mehr Unruhe in das Gebiet, das so streng in Mafia-Hand war. Mittlerweile verliert die Cosa Nostra mehr und mehr an Einfluss. Schuld daran ist aber auch das verübte Attentat auf offener Straße. Die Menschen stellen sich nun gegen die Mafia. Ihr Stellenwert sinkt weiter und ihre Methoden werden nur noch grausamer. Ein Teufelskreis zieht die Region langsam, aber sicher in die Tiefe. "Die Cosa Nostra will ihre Regeln durchsetzen und ihr Territorium verteidigen. Es gab eine ganze Reihe von gewaltsamen Übergriffen auf Migranten, die die Handschrift der Mafia tragen“, so Bürgermeister Orlando.

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