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Mallorca: Aufstand gegen die Touristen

Kampf dem Koma-Saufen

Mallorca: Aufstand gegen die Touristen

Sangria-Wetttrinken aus Plastik­eimern. Bis in die frühen Morgenstunden laut grölende Party-Touristen auf den Straßen. Gerade in den Sommermonaten verwandeln vornehmlich deutsche, britischen und russische Urlauber die Balearen-Insel Mallorca in ein Disneyland für Erwachsene in dem der ­Alkohol in Strömen fließt. Allein zwischen 2010 und 2016 verdoppelte sich die Zahl der Mallorca-Urlauber von knapp sechs auf mehr als elf Millionen. Aber: Den 800.000 Mallorquinern reicht es.

  • Koma-Saufen strafen. Seit dem Vorjahr ist öffentlicher Alkohol-Konsum an der Playa de Palma streng verboten, ab heuer wird auch streng gestraft. Bis zu 3.000 Euro muss zahlen, wer am Ballermann trotzdem öffentlich trinkt. Auch über ein Alkohol-Verbot am Flughafen wird bereits diskutiert.

Mallorquiner können sich Wohnraum nicht leisten

  • Mietwagen begrenzen. Weil in den Sommermonaten bis zu 100.000 Mietautos die Insel fluten, will die Regionalregierung der Balearen eine Höchstgrenze einführen. Auch der Rückbau des Straßennetzes steht schon im Raum.
  • Kampf gegen „Immobilien-Mobbing“. „Die Einwohner werden von Urlaubs-Apartments verdrängt, können die hohen Mieten, die in den vergangenen drei bis vier Jahren um 40 Prozent gestiegen sind, nicht mehr zahlen. Es gibt ein regelrechtes Immobilien-Mobbing“, sagt Bürgermeister Antoni Noguera. Anbietern, die nur an Touristen vermieten, sollen es künftig schwerer haben.

Palma-Bürgermeister nennt Deutsche "Abschaum"

Antoni Noguera (37) ist erst seit Kurzem Stadtchef von Palma de Mallorca, sagt aber schon jetzt den deutschen Sauf-Touristen den Kampf an. Reisende aus Deutschland seien zwar durchaus willkommen, nicht aber der „Abschaum“, der nur zum Trinken, Feiern und für Bordell-Besuche auf die Balearen-Insel stürmt. „Das ist der Tourismus der Trunkenheit, der Gewalt und manchmal sogar der Neonazis“, so Noguera im Gespräch mit der deutschen Bild. „Diese Art von Tourismus muss isoliert werden und ein Ende haben.“

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