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Massaker in Nigeria: 2.000 Tote befürchtet

Boko-Haram-Angriff

Massaker in Nigeria: 2.000 Tote befürchtet

Bei einer Offensive der islamistischen Terrororganisation Boko Haram im Norden Nigerias sind Medienberichten zufolge Hunderte Menschen getötet worden. 2.000 Menschen könnten bei Massakern in der Stadt Baga ums Leben gekommen sein, sagte ein Behördenvertreter dem britischen Rundfunksender BBC. Leichen lägen auf den Straßen der Stadt herum.

16 Ortschaften im Umfeld des Handelszentrums Baga seien vollständig zerstört worden, teilten die Lokalbehörden am Donnerstag mit. Offiziell war von "zahlreichen Opfern" die Rede, eine konkrete Zahl wurde nicht genannt. Rund 20.000 Menschen seien aus Baga und den anderen Orten geflüchtet, 560 Menschen auf eine Insel im Tschad-See, wo sie ohne Lebensmittelversorgung seien. "Einige sterben an Hunger, an Kälte und Malaria."

Video zum Thema Nigeria: Angriffe der Boko Haram

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Teile der Stadt niedergebrannt
"Viele Menschen in den Dörfern fliehen jetzt in den Busch", sagte ein Sicherheitsbeamter des Bundesstaates Borno am Donnerstag. Den BBC-Bericht, wonach es 2.000 Todesopfer geben solle, wies er jedoch entschieden zurück. Die Angriffe fanden offenbar bereits am Mittwoch in der Nähe der Stadt Baga statt. Da in der abgelegenen Region Telefone nur noch eingeschränkt funktionieren, dauert es häufig länger, bis es verlässliche Nachrichten von dort gibt.

Boko Haram hatte Baga schon vor wenigen Tagen angegriffen, eine Militärbasis übernommen und Teile der Stadt niedergebrannt. Soldaten, die Baga vor den Extremisten schützen sollten, waren am Wochenende geflohen. Die Einwohner der Stadt seien ins Nachbarland Tschad geflüchtet.

Kameruns Präsident bittet um Hilfe
Der Präsident Kameruns appellierte unterdessen an die internationale Gemeinschaft, seinem Land im Kampf gegen die Extremisten beizustehen. "Eine weltweite Bedrohung bedarf einer weltweiten Antwort", sagte Präsident Paul Biya am Donnerstag. Islamistische Fundamentalisten vom ostafrikanischen Somalia bis nach Westafrika verfolgten die gleichen Ziele, sagte er.

Am Mittwoch hatte der Anführer der Boko Haram in einer Videobotschaft mit mehr Angriffen auf Kamerun gedroht. Nachdem die Extremisten bereits weite Landesteile im Nordosten Nigerias kontrollieren, geraten auch der angrenzende Tschad und der Norden Kameruns stärker in den Fokus von Boko Haram. Kamerun hat deshalb bereits Tausende zusätzliche Soldaten an die Grenze verlegt.

Boko Haram will in der Region einen Gottesstaat errichten. Im Norden Nigerias sind bei Terroranschlägen der Islamisten bereits Tausende Menschen ums Leben gekommen.


 

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