May: härtere Gangart gegen Terror

Nach London-Terror

May: härtere Gangart gegen Terror

Die britische Premierministerin Theresa May hat die Anschläge von London als "brutalen Angriff auf unschuldige Bürger" gebrandmarkt und eine härtere Gangart gegen den Terrorismus angekündigt. Nach dem dritten Anschlag in Großbritannien binnen weniger Monaten dürfe man nicht länger vorgeben, alles könne so weitergehen wie bisher, sagte May am Sonntag in einer im Fernsehen übertragenen Rede.

Notwendig sei vielmehr eine klare Verurteilung der Ideologie hinter der Gewalt, neue Gesetze zur Internetkontrolle, ausreichende Befugnisse der Sicherheitskräfte im Kampf gegen den Terrorismus und gegebenenfalls höhere Strafen auch für kleinere Verbrechen. May rief die Briten dazu auf, als Gesellschaft geschlossen dem Extremismus den Kampf anzusagen.

Die Regierungschefin erklärte weiter, die Unterhauswahlen würden wie geplant am Donnerstag stattfinden. Der von ihren eigenen Konservativen sowie der oppositionellen Labour-Partei unterbrochene Wahlkampf werde schon morgen wieder aufgenommen. Es könne nicht zugelassen werden, dass Gewalt den demokratischen Prozess aufhalte.

Macheten-Attacken in Vergnügungsviertel

Drei Attentäter waren am Samstagabend auf der London Bridge mit einem Kleintransporter in Passanten gerast und hatten im nahe gelegenen Touristen- und Vergnügungsviertel Borough Market mit Messern auf Menschen eingestochen. Sieben Menschen starben und Dutzende weitere wurden verletzt.

Seit Ende März haben Sicherheitskräfte und Geheimdienste fünf Terroranschläge in Großbritannien vereitelt. Das sagte May nach einer Sitzung ihres Krisenkabinetts am Sonntagmorgen.

Ende März war ein 52-jähriger Mann auf der Westminster-Brücke in London mit hohem Tempo in Fußgänger gefahren. Anschließend tötete er mit einem Messer einen unbewaffneten Polizisten. Bei dem Terrorangriff waren sechs Menschen ums Leben gekommen und Dutzende Menschen verletzt worden. Der Attentäter wurde erschossen.

Die Attacken auf der London Bridge und am Borough Market am Samstagabend mit sieben Toten erinnerten viele Menschen an die tragischen Ereignisse vom März. Auch hier benutzten die Angreifer zunächst ein Auto und stachen dann mit Messern auf ihre Opfer ein.

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