Angst vor Gewalt

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Mehrere Proteste beim G-20-Gipfel

Mit einem Protestzug durch die Innenstadt von Toronto haben am Freitagabend (Ortszeit) die Demonstrationen gegen den G-20-Gipfel begonnen. Etwa 2.000 Menschen forderten bei der Kundgebung eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung, den Schutz des Klimas und mehr Rechte für Frauen und Minderheiten, wie ein AFP-Reporter berichtete. Aufgerufen zu der Auftaktkundgebung hatten etwa 30 globalisierungskritische Gruppen. Die Demonstration begann friedlich. Für Samstag waren weitere Kundgebungen geplant.

Zweiter Tag
Nach den kontroversen Diskussionen über die beste Wachstumsstrategie für die Weltwirtschaft widmen sich die Staats- und Regierungschefs der G-8 am zweiten Tag ihres Gipfeltreffens in Kanada den außenpolitischen Konfliktherden. Auf der Agenda standen am Samstag unter anderem Gespräche über den Atomstreit mit Nordkorea und dem Iran. Am Abend (Ortszeit) kommt dann in Toronto die Runde der G-20 zusammen, die Gruppe der wichtigsten Industrie-und Schwellenländer.

Sowohl die USA als auch die europäischen Staaten dürften zum Abschluss des G-8-Gipfels im Hotelkomplex "Deerhurst Resort" in der Ferienregion Muskoka auf härtere Sanktionen gegen Teheran dringen. China und Russland stehen neuen Strafmaßnahmen skeptisch gegenüber.

Differenzen
Angesichts der anhaltenden Differenzen in wirtschaftspolitischen Fragen bemühten die G-8 um Geschlossenheit bei anderen Themen. So versprachen sie am Freitag mehr Geld, um die Sterblichkeit von Kindern und Müttern in Entwicklungsländern zu verringern. Der kanadische Ministerpräsident Stephen Harper ergriff die Initiative und sagte, sein Land werde 1,1 Milliarden Dollar (0,9 Milliarden Euro) zusätzlich bereitstellen. Die US-Regierung stellte 1,35 Milliarden Dollar in Aussicht.

Konjunktur
Keine Einigung gab es am ersten Gipfeltag über die beste Strategie für eine konjunkturelle Erholung. Dennoch betonte Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Die Diskussion war nicht kontrovers, sondern von gegenseitigem, großen Verständnis geprägt." Die USA hatten vor dem Gipfel den Sparkurs Deutschlands und anderer europäischer Regierungen kritisiert. Washington setzt eher auf finanzielle Wachstumsimpulse - notfalls auch um den Preis neuer Schulden.

Abgeblitzt ist Deutschland auf dem G-8-Gipfel mit der Forderung nach einer Bankenabgabe und einer Finanztransaktionssteuer. Diese Ablehnungsfront wird sich nach Merkels Worten noch verfestigen, wenn am Samstag die große G-20-Runde in Toronto zusammentritt.

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