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Messer-Attacke auf Bürgermeister-Kandidatin

Köln

Messer-Attacke auf Bürgermeister-Kandidatin

In Deutschland ist die parteilose Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl in Köln, Henriette Reker, bei einem Messerangriff schwer verletzt worden. Samstag früh sei ein Mann auf einem Wochenmarkt an einem Informationsstand der CDU mit einem Messer auf Reker und vier weitere Menschen losgegangen, sagte ein Polizeisprecher in Köln der Nachrichtenagentur AFP.

Schwer verletzt
Reker und ein weiterer Mensch seien schwer verletzt worden, auch die anderen drei Angegriffenen befänden sich in ärztlicher Behandlung. Die Politikerin sei nach dem Vorfall ansprechbar gewesen.

Bei dem Angreifer handelt es sich laut dem Polizeisprecher um einen 44 Jahre alten Mann, der umgehend festgenommen wurde. Die Tat ereignete sich im westlichen Stadtteil Braunsfeld. Zum Hintergrund des Angriffs gab es zunächst keine Informationen.

Operation
Die bei einer Messerattacke schwer verletzte Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker wird in einer Klinik operiert. Das sagte der amtierende Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) am Samstag im Nachrichtensender n-tv. "Wir hoffen, dass die Operation gut verläuft und es ihr möglichst bald wieder gut geht", sagte er.

Anzeichen für politisches Motiv
Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) sieht nach dem Attentat auf die Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker "erste Anzeichen für eine politisch motivierte Tat". Die Ermittlungen der Kölner Polizei und des Landeskriminalamtes liefen mit Hochdruck, erklärte er am Samstag. Auch der NRW-Verfassungsschutz sei mit eingebunden.

"Die Polizei setzt alles daran, die Hintergründe dieser Tat so schnell wie möglich aufzuklären." Nach übereinstimmenden Medienberichten hatte der 44-jährige Angreifer als Motiv die deutsche Flüchtlingspolitik genannt.

Reker, derzeit Sozialdezernentin in Köln, ist eine der aussichtsreichen Kandidaten bei der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag. Die parteilose Politikerin wird von Grünen, CDU und FDP unterstützt. Neben Reker werden auch dem SPD-Mann Jochen Ott Chancen auf das Amt attestiert. Insgesamt treten am Sonntag sieben Kandidaten an. Die ursprünglich für den 13. September geplante Wahl war wegen fehlerhafter Stimmzettel um fünf Wochen verschoben worden.



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