Mexiko: 9 Polizisten in Hinterhalt getötet

Drogenkrieg eskaliert

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Mexiko: 9 Polizisten in Hinterhalt getötet

In Mexiko sind neun Polizisten in einem Hinterhalt getötet worden. Eine Patrouille mit 20 Beamten sei auf einer Schnellstraße im Bundesstaat Jalisco unterwegs gewesen, als einige Bewaffnete in Geländewagen sie mit Sturmgewehren beschossen hätten, teilte die Polizei am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Neun Polizisten seien in dem Kugelhagel gestorben. Der Anschlag wurde in der Nähe von Jilotlan de los Dolores, einer Bergregion rund 250 südlich von Guadalajara, der Hauptstadt von Jalisco, verübt.

Granaten-Anschläge
An anderen Orten Mexikos ereigneten sich mehrere Granaten-Anschläge mit insgesamt zehn Verletzten. In der Stadt Zapopan, in der Nähe von Guadalajara, wurde nach Polizeiangaben eine Granate aus einem fahrenden Wagen geworfen. Durch die Explosion seien fünf Passanten verletzt sowie mehrere Fahrzeuge und Gebäude beschädigt worden. Die Passanten hätten sich in der Nähe eines Hauses aufgehalten, das offenbar das eigentliche Ziel des Anschlags gewesen sei, erklärte der örtliche Polizeichef Luis Antonio Vazquez. Auch in Monterrey, der Hauptstadt des Bundesstaates Nuevo León, und im nahe gelegenen San Nicolás wurden Anschläge mit Granaten verübt. Dabei wurden nach Angaben örtlicher Medien fünf Menschen verletzt.

Überfall auf Klinik und Party
Mexiko war in den vergangenen Tagen von mehreren bewaffneten Überfällen mit dutzenden Toten erschüttert worden. In einer Autowaschanlage in Tepic, der Hauptstadt des westlichen Bundesstaates Nayarit, wurden 15 Menschen getötet, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Am Sonntag hatten Bewaffnete eine Drogenklinik in Tijuana nahe der Grenze zu den USA überfallen und 13 Patienten ermordet. Tags zuvor richtete ein Killerkommando in Ciudad Juárez auf einer privaten Feier ein Blutbad mit 14 Toten an.

Brutaler Drogenkrieg
In Mexiko tobt ein brutaler Drogenkrieg. Immer wieder werden bei Racheaktionen zwischen verfeindeten Banden Menschen regelrecht hingerichtet. Allein in diesem Jahr starben im Drogenkrieg mehr als 7.000 Menschen. Seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón im Dezember 2006 wurden im mexikanischen Drogenkrieg mehr als 28.000 Menschen getötet. Der von ihm angeordnete Einsatz von 50.000 Soldaten zur Unterstützung der Polizei konnte dies nicht verhindern.

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