Mindestens 20 Tote vor Friedensgesprächen

Afghanistan

Mindestens 20 Tote vor Friedensgesprächen

Bei Anschlägen in Afghanistan sind am Samstag mindestens 20 Menschen getötet worden. Darunter ist auch ein Stammesältester, der gegen die Taliban auftrat. Die meisten Opfer waren Zivilisten.

Verteidigungsministerium
Die Taliban bekannten sich zu einem Anschlag vor dem Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Kabul am Samstagnachmittag. Polizeisprecher Basir Mujahid sprach von mindestens neun Toten, der Sprecher des Verteidigungsministeriums von zwölf Toten. Unter ihnen seien zwei Soldaten. Die Zahl der Verwundeten schwankte zwischen neun und 13. Ein Selbstmordattentäter habe seine Sprengstoffweste vor dem Eingang des Ministeriums gezündet, sagte Mujahid.

Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid meldete per Twitter 23 getötete Soldaten. Die Taliban sind für übertriebene Erfolgsmeldungen bekannt.

Stammesältester
In der Früh hatte in Asadabad, der Hauptstadt der Provinz Kunar, ein unbekannter Selbstmordattentäter bei einem Anschlag auf einen Stammesältesten elf Menschen getötet und 40 verletzt. Laut einem Bericht der "New York Times" hatte der Stammesälteste Haji Khan Jan einen Aufstand gegen die örtlichen Taliban organisiert. Er sei unter den Toten. Der Attentäter sei auf einem Motorrad unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher des Provinzgouverneurs.

Häufige Anschläge
In Afghanistan kommt es häufig zu Anschlägen gegen Regierung, Behörden oder die Armee. Meist sind die radikal-islamischen Taliban dafür verantwortlich. In der kommenden Woche will die afghanische Regierung mit Unterstützung Pakistans, Chinas und der USA direkte Friedensgespräche mit den Taliban beginnen. Die Taliban hatten diese bisher abgelehnt.

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