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Mitterlehner fordert Hochschulmilliarde

Nach Uni-Ranking-Flop

Mitterlehner fordert Hochschulmilliarde

Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) sieht die von ihm schon wiederholt geforderte neue "Hochschulmilliarde", aber auch private Gelder aus der Wirtschaft für nötig, damit heimische Unis bei internationalen Rankings wieder nach oben kommen. Derzeit befinde man sich in Verhandlungen mit dem Finanzministerium, wie das Geld nach der laufenden Vereinbarung bis 2015 aufgetrieben wird.

"Entweder Sie finden das Geld im Finanzrahmen oder es gibt eine politische Zusage", hoffte Mitterlehner nach entsprechenden Journalistenfragen am Rande einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) und heimischen Managerinnen. Zuvor war bekannt geworden, dass sich bereits zum dritten Mal in Folge keine heimische Uni in den 100 angesehensten Universitäten des "Times Higher Education World Reputation Ranking" findet.

Bis es tatsächlich eine Verbesserung im Ranking gibt, werden laut Mitterlehner allerdings Jahre vergehen. Er rechnet mit drei bis fünf Jahren, bis es in Bewertungen Verbesserungen gibt - "wenn die Wünsche erfüllt worden sind". Nach zwei bis drei Jahren solle es aber in den Unis selbst erste spürbare Veränderungen geben.

Wünsche
Die "Wünsche" konkretisierte der Wissenschafts- und Wirtschaftsminister in erster Linie bei der Betreuungsqualität der Studierenden. In Österreich gebe es im internationalen Vergleich zu wenige Uni-Lehrer für verhältnismäßig zu viele Studierende. Auch gelte es durch eine Verbesserung in dieser Sache auch die Qualität der Forschung und Lehre zu heben. "Es braucht mehr Professoren und Assistenten", so Mitterlehner. Aber auch Zugangsregelungen und Studieneingangsphasen dürften künftig öfter angewendet werden als bisher, denn der Minister meinte, dass sich die Situation rasch verbessert habe, wo es entsprechende Versuche gegeben habe. Es gehe darum, "vom Follower zum Leader zu werden und dann geht es auch in den Rankings nach vorne", sagte Mitterlehner.

Die Vorstandsvorsitzende von Infineon Austria, Sabine Herlitschka, meinte, ihr sei es "wichtig, dass sich alle gemeinsam darüber unterhalten, was wir von den Unis in Zukunft wollen". Sie selbst wolle "die beste Forschung und die beste Lehre, die Lust und Freude am Erarbeiten von Wissen vermittelt". Dass die Wissenschaft mit dem Wirtschaftsressort verschmolzen wurde, begrüßte sie.

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