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Mob lyncht Touristen auf Trauminsel

Madagaskar

Mob lyncht Touristen auf Trauminsel

Drei Männer sind in Madagaskar wegen des Verdachts, illegale Organhändler zu sein, von aufgebrachten Dorfbewohnern gelyncht worden. Der Mob habe am Donnerstag am Strand des Dorf Ambatoloaka auf der Insel Nosy Be zwei Ausländer zunächst schwer misshandelt und dann angezündet, berichtete Polizeisprecher Richard Ravalomanan.

Später wurde dann nach Polizeiangaben ein dritter Mann, der zeitweise in Polizeihaft war, von einer wütenden Menge umgebracht. Der 30 Jahre alte Onkel des getöteten Kindes soll an der Tat beteiligt gewesen sein soll.

Zunge und Geschlechtsteil fehlte

In der Nacht hatten die Bewohner bei der Suche nach einem vermissten Kind nach Angaben des Behörden die Leiche eines achtjährigen Buben entdeckt, dem die Zunge und sein Geschlechtsteil gefehlt hätten. Die lokale Bevölkerung machte die beiden Ausländer dafür verantwortlich. Einer von ihnen wurde vom französischen Außenministerium als Franzose identifiziert. Das Ministerium warnte Franzosen vor einem Besuch der Ferieninsel.

Distriktdirektor Malaza Ramanamahafahy berichtete von einer angespannten Situation auf der kleinen Insel. Die aufgebrachten Bewohner hatten am Donnerstag auch die Polizeiwache in Hell-Ville angegriffen. Die Polizei setzte Schusswaffen gegen die wütende Menge ein. Dabei sei ein Mensch getötet worden, berichteten Medien in der Hauptstadt Antananarivo. Sechs seien festgenommen worden. Die Zentralregierung schickte zusätzliche Sicherheitskräfte zur Verstärkung in die Region.

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