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"Und plötzlich brach Panik aus"

München im Zeichen von Panik und Schockstarre

Erst um halb zwei Uhr Samstagfrüh konnten die Behörden endlich Entwarnung geben. Nicht drei Täter waren es, wie im ­Internet kolportiert wurde, die im Olympia-Einkaufszentrum in München ein Blutbad anrichteten, sondern nur einer. Und der lag bereits stundenlang tot in der Nähe des Tatorts.

Den ganzen Freitagabend erlebte die Millionenstadt München in Panik und Hysterie. Die Nerven sind – verständlicherweise – dünn nach den Anschlägen von Nizza und Würzburg.

Dutzende Meldungen über weitere Schießereien im gesamten Stadtgebiet, die Münchens Polizei auf Trab und von der Arbeit am Tatort abhielten, stellten sich schließlich als Fehlalarme heraus.

Sogar ein Weihnachtsmann wurde am Tatort gesichtet

  • Der Chefredakteur der Münchner Abendzeitung hatte auf Twitter von Schüssen in seiner Redaktion geschrieben. Das Gebäude wurde geräumt. Ein Fehlalarm.
  • Zeugen wollen auch an der U-Bahn-Station Karlsplatz (Stachus), am Marienplatz, im Franziskanerbräu, am Isartor und am Münchner Flughafen Schusswechsel gehört haben.

Auch die Augenzeugen­berichte am unmittelbaren Tatort, dem Olympia-Einkaufszentrum, waren teilweise haarsträubend:

  • Lange musste die Polizei von drei mit Langwaffen ausgerüsteten Tätern ausgehen.
  • Drei Zeugen wollten unter den Killern auch einen im Weihnachtsmann-Kostüm mit Sonnenbrillen ausgemacht haben.

Fix ist: Angeheizt durch die sozialen Medien, ver­breiteten sich rasend schnell Gerüchte über mögliche neue Anschlagsziele und versetzten die gesamte Stadt in Angst und Schrecken. Gleichzeitig stand die Stadt die Nacht lang aufgrund der erhöhten Sicherheitsstufe fast vollständig still.

Um „den Tätern“ eine Flucht zu erschweren oder neue Anschlagsziele zunichtezumachen, waren sowohl U-Bahnen als auch Busse stundenlang eingestellt.

Hunderte Polizisten patrouillierten, auch an der deutsch-österreichischen Grenze wurde verstärkt kontrolliert.

#OffeneTuer: Hunderte baten Unterschlupf an

Vor Medienvertretern erklärte der Münchner Polizeichef Hubertus Andrä: „Wir haben sofort die höchste Einsatzstufe ausgerufen, die uns zur Verfügung steht. Alles andere wäre unprofessionell gewesen.“

Die positive Seite des Ausnahmezustandes: Unter dem Hashtag #OffeneTuer baten Hunderte Münchner Amok-Opfern in der Nacht eine Unterkunft an.

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