NATO baut jetzt Cyber-Schutzschild

Neues Konzept

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NATO baut jetzt Cyber-Schutzschild

Die Staats- und Regierungschefs der NATO-Staaten haben sich in Lissabon auf eine neue Strategie für das nächste Jahrzehnt geeinigt. Das teilte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen Freitagabend vor der Presse mit.

Neues Konzept
Das Bündnis richtet sich mit dem neuen Konzept auf moderne Gefahren wie den internationalen Terrorismus, die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen oder Attacken aus dem Internet ein.

Die bisherige Strategie der Allianz stammt aus dem Jahr 1999. Die Allianz bleibt auch in der neuen Strategie ihrer Beistandspflicht treu: Ein Angriff gegen ein Mitglied ist ein Angriff gegen alle.

Raketenabwehr
Die NATO-Staaten haben sich in Lissabon auf eine gemeinsame Raketenabwehr in Europa geeinigt. Das ursprünglich nur von den USA geplante Projekt wird Sache aller 28 NATO-Mitglieder und soll schrittweise im kommenden Jahrzehnt aufgebaut werden. "Mehr als 30 Länder haben Raketentechnik - wir beabsichtigen, ein Raketenabwehrsystem als Schutz gegen solche Bedrohungen zu bauen", sagte NATO-Generalsekretär Rasmussen in Lissabon.

   Auch Russland soll zur Teilnahme eingeladen werden. Der russische Präsident Dmitri Medwedew reist am Samstag zum NATO-Russland-Gipfel in Lissabon an.

   Die Raketenabwehr soll Europa gegen Mittel- und Langstreckenraketen aus mehr als 30 Ländern schützen, die über solche Waffen verfügen und NATO-Länder bedrohen könnten - wie etwa den Iran. Das System wird vornehmlich mit Material und auf Kosten der USA aufgebaut. Es soll aus see- und landgestützten Abwehrraketen im Mittelmeer beziehungsweise in Osteuropa sowie aus Radaranlagen bestehen.

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