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Israelischer Soldat Shalit soll freikommen

Nach fünf Jahren

Israelischer Soldat Shalit soll freikommen

Der vor mehr als fünf Jahren von palästinensischen Extremisten im Gazastreifen verschleppte israelische Soldat Gilad Shalit soll im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freikommen. Dies verlautete nach einer Meldung der ägyptischen Nachrichtenagentur Mena am Dienstag aus Verhandlungskreisen in Gaza. Zuvor war das israelische Kabinett in Jerusalem zu einer Sondersitzung zusammengekommen.

Israels Premier Netanyahu bestätigt das Abkommen mit Palästina

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat am Dienstagabend eine Einigung über einen Gefangenaustausch mit der radikal-islamischen Hamas bestätigt. Netanyahu sagte zu Beginn einer Sondersitzung seiner Regierung: "Es ist das beste Abkommen, das wir in diesen stürmischen Zeiten im Nahen Osten erzielen konnten." Die Einzelheiten seien zuletzt in Kairo unter ägyptischer Vermittlung vereinbart worden. Das Abkommen mit der Hamas zur Freilassung des vor mehr als fünf Jahren entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit sei bereits unterzeichnet. Wenn alles planmäßig verlaufe könne Shalit in den kommenden Tagen nach Israel zurückkehren.

Netanyahu dankte auch dem deutschen Unterhändler sowie der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Unterstützung. Es wurde damit gerechnet, dass die israelische Regierung die Vereinbarung noch am Dienstagabend billigt. Im Gegenzug für Shalit sollen mehr als 1.000 palästinensische Gefangene freikommen

Palästinensische Hamas bestätigt Tausch
Ein Sprecher des militärischen Arms der radikal-islamischen Hamas in Gaza hat am Dienstagabend einen geplanten Gefangenenaustausch mit Israel bestätigt. Man habe sich in der Frage der Freilassung des vor fünf Jahren entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit geeinigt, sagte Abu Obaida vor Journalisten in Gaza. Der Handel solle in den kommenden Tagen umgesetzt werden.

Die israelische Regierung versammelte sich am Dienstagabend zu einer Sonderdebatte und möglichen Abstimmung über den Tauschhandel. Ein israelischer Regierungsvertreter bestätigte, es gehe um die Freilassung Shalits. Netanyahu habe alle 29 Minister zu einem "außergewöhnlichen Treffen" um sich versammelt.

"Der Ministerpräsident hätte diese Sondersitzung nicht einberufen, wenn er nicht glauben würde, dass es einen ernsthaften Vorschlag gibt, der die Freilassung Shalits erleichtern könnte", sagte der Repräsentant, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Hamas fordert die Freilassung von mehr als 1.000 palästinensischen Gefangenen. Darunter ist eine Liste von 450 handverlesenen Häftlingen, von denen viele an tödlichen Anschlägen beteiligt waren. Es gab auch immer wieder Berichte über eine kurz bevorstehende Einigung über einen Gefangenenaustausch.

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