04. Oktober 2012 14:50

Rätsel um Amok-Fahrt  

Nackte Geisterfahrerin: Auch 2. Tochter tot

Was in den Stunden vor dem Geisterfahrer-Crash geschah.

Nackte Geisterfahrerin: Auch 2. Tochter tot
© EPA
Nackte Geisterfahrerin: Auch 2. Tochter tot
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Dienstag, 6.30 Uhr: Eine 31-jährige Mutter rast mit ihrem roten Kleinwagen auf der Autobahn A 73 in Bayern in den Gegenverkehr – mit ihren beiden kleinen Töchtern im Auto. Die Frau, ihre 7-jährige Tochter und ein Lenker (25) eines entgegenkommenden Wagens sterben noch an der Unfallstelle, die 4-jährige Tochter ist am Donnerstag ihren schweren Kopfverletzungen erlegen.

Was die Tragödie auslöste, ist noch nicht klar. Die Frau habe sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden, heißt es vonseiten der Ermittler.

Die letzten Stunden vor dem Horror-Crash
Am Vorabend der Amok-Fahrt wurde die Polizei zum Haus der 31-Jährigen in Coburg gerufen. Hintergrund: Ein Streit mit ihrer Mutter, die ihr vorgeworfen haben soll, unter Drogen zu stehen. Doch die Polizei zog wieder ab, ein Drogen-Schnelltest blieb negativ, berichtet die "Bild"-Zeitung.

Die Zeitung zitiert auch eine Freundin der Familie: "Sie wirkte am Abend vor dem Unfall sehr bedrückt." Die junge Mutter soll Psychopharmaka genommen und in Trennung von ihrem Mann gelebt haben.

Am frühen Dienstagmorgen beobachtete eine Nachbarin, wie die 31-Jährige mit ihren Kindern das Haus verließ. Sie sei nackt gewesen. Die Kinder sollen gerufen haben: "Mama, uns ist kalt!" "Das ist die Natur", habe die Mutter geantwortet. Dann habe sie "Hinter uns sind Monster her" geschrien, die Kinder ins Auto verfrachtet und deren Schulsachen aus dem Fenster geworfen.

Nur 45 Minuten vor dem Unfall war die junge Frau bei einer Tankstelle. Sie tankte voll, stahl sechs Flaschen Mineralwasser. Als die Kassierin sie aufhalten wollte, soll sie gerufen haben: „Ich bin von Gott.“ Dann fuhr sie davon und nahm Kurs auf die Autobahn. Die alarmierte Polizeistreife kam zu spät.


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7 Postings
Beelzemaedchen meint am 05.10.2012 12:24:48 ANTWORTEN >
Das ist die hochgelobte offene Psychiatrie. Die Ärzte verlassen sich bei psychisch schwer kranken Menschen darauf, dass diese brav die Medikamente nehmen und schicken sie heim zu Familie und kleinen Kindern. Selbst, wenn die Mutter der Frau die Polizei ruft, wird nichts unternommen, um die geistigen Zustand der Frau einschätzen zu lassen und ihr die Kinder abzunehmen. Ich würde mir echt wünschen, dass man mal anfängt eine Auflistung zu führen, wieviele Menschen zu Tode kommen, weil sie von psych. offensichtlich kranken Menschen verunfallt oder ermordert werden. Aber Hauptsache unsere Psychiatrien sind leer.
Fürchterlich (GAST) meint am 04.10.2012 17:25:08 ANTWORTEN >
leid tun mir die Kinder und der unschuldige Lenker des anderen PKW´s.
Es sollte endlich eine Verordnung kommen, dass Menschen welche Antidepressiva einnehmen
kein Auto lenken dürfen!
Beelzemaedchen meint am 05.10.2012 12:36:51
Ich würde eher sagen, dass der Unfall/psychot. Selbstmord passiert ist, weil die Frau ihre Medikamente nicht genommen hat. Therapie- und Medikamentenuneinsichtigkeit sind leider ein Symptom bei den meisten psych. Erkrankungen, aber die Ärzte hoffen ja immer wieder, dass die Kranken inmitten von Familie, Freunden und Kinder gesunden werden und riskieren damit nicht nur das Leben, sondern auch die psychische Erkrankung der Angehörigen, die damit maßlos überfordert sind, mit der kranken Mutter, Kind, etc. umzugehen. Ich bin dagegen, alle psych. Kranken wegzusperren, aber so, wie es derzeit praktiziert wird, ist es ganz sicher nicht in Ordnung. Und, wenn die Polizei/Mutter am Vortag richtig gehandelt hätten, dann würden die Kinder (4,7!!) und der Unfallgegner (25!!) und die Kranke (31! noch leben.
@Fürchterlich (GAST) (GAST) meint am 04.10.2012 18:07:48
Und, was glaubst hätte die Frau das Fahrverbot in ihrem Zustand geschert? Bist ein bisserl naiv, gell?
@gaffa55 (GAST) meint am 04.10.2012 15:30:40 ANTWORTEN >
Dritte?
Thousand meint am 04.10.2012 15:23:36 ANTWORTEN >
da auch psychopharmaka drogen sind, stand sie unter drogen.

in deutschland wurden 2011 über 1 MILLIARDE Tagesdosen Antidepressiva verschrieben - in den usa muss mittlerweile im beipackzettel auf die suizidgefahr durch antidepressiva hingewiesen werden.
gaffa55 meint am 04.10.2012 11:53:32 ANTWORTEN >
SELBSTMÖRDER sollen tun was sie nicht lassen können!Aber nicht dritte in den Tod mitreissen!!!!!!
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