New York schließt alle Flughäfen

Monster-Hurricane "Irene"

New York schließt alle Flughäfen

Wegen des Wirbelsturms "Irene" wurden am Samstag zu Mittag (Ortszeit) alle Flughäfen der US-Metropole New York für ankommende Flüge geschlossen. Abflüge seien aber bis auf weiteres möglich, teilte die Flughafenbehörde in der Nacht auf Samstag mit. US-Fluggesellschaften haben bereits 7.000 Flüge gestrichen.

Von der Schließung betroffen ist auch der JFK-Flughafen in New York. Der Betreiber der Flughäfen, die Hafenbehörde von New York und New Jersey, erklärte, die Maßnahme werde getroffen, um ein Chaos von gestrandeten Passagieren an den Flughäfen zu vermeiden. Denn wegen des Hurrikans liegt auch der gesamte Nahverkehr in der Region still. Die Passagiere säßen an den Flughäfen fest.



Der Luftraum im Nordosten mit der Millionen-Metropole New York ist der verkehrsreichste des Landes. Alleine die drei New Yorker Flughäfen zählen jährlich 100 Millionen Passagiere. Störungen hier haben nicht nur Auswirkungen auf den kompletten Flugverkehr der USA sondern auch auf den internationalen.

Ausfälle seit Freitag
Bereits am Freitag sind dem Online-Dienst Flightaware.com 430 Flüge gestrichen worden, am Samstag 2400 und am Sonntag mehr als 4400. So sagte Delta 1300 Flüge zwischen Samstag und Montag ab, darunter alle Verbindungen der New Yorker Flughäfen John F. Kennedy, Newark und La Guardia. JetBlue strich 900 Flüge. Ausweichmöglichkeiten auf die Bahn gibt es nicht. Der Betreiber Amtrak will wegen des herannahenden Sturms seine Dienste im Nordosten am Samstag reduzieren und am Sonntag komplett einstellen.

Auch die deutsche Lufthansa hat für das Wochenende alle Flüge von Deutschland nach New York gestrichen. Ebenso werden zudem am Sonntag auch Philadelphia und Boston nicht angeflogen. Dagegen sollen die Verbindungen nach Washington vorerst aufrecht bleiben.

Monster-Hurricane
Der Hurrikan "Irene" mit einem Durchmesser von fast tausend Kilometern bewegte sich am Samstag weiter auf die US-Ostküste zu. Angesichts der Bedrohung ordnete die Millionenstadt New York eine beispiellose Massenevakuierung an, von der nach Behördenangaben mindestens 250.000 Menschen betroffen sind.

370.000 erhalten Evakuierungsbefehl
Wegen des nahenden Monstersturms "Irene" haben mehr als 370.000 New Yorker einen Evakuierungsbefehl erhalten. "Das ist kein Scherz, Ihr Leben könnte in Gefahr sein", warnte Bürgermeister Michael Bloomberg am Samstag vor dem Eintreffen des Hurrikans. Die Bewohner der von Überschwemmungen gefährdeten Stadtteile forderte er auf, die Anweisungen zu befolgen und ihre Häuser "sofort" zu verlassen.

   "Die Zeit zu gehen ist jetzt gekommen", sagte Bloomberg. Sonst werde es "zu spät" sein. "Wir fordern alle Menschen im Evakuierungsgebiet auf, nicht zu warten, bis es orkanartige Böen und Schlagregen gibt und die öffentlichen Verkehrsmittel ihren Betrieb einstellen." 7.000 Patienten aus Krankenhäusern und Pflegeheimen seien bereits in Sicherheit gebracht worden, sagte Bloomberg. Zugleich warnte er, dass möglicherweise der Strom im südlichen Manhattan ausfallen und es dort Überschwemmungen geben könnte.

   Der Hurrikan hatte sich zuvor leicht abgeschwächt, als er auf die Küste des US-Bundesstaats North Carolina traf. "Dies wird ein wirklich starker Sturm, egal wie sehr er sich abschwächt", sagte Bloomberg. Für die Menschen in der Millionenmetropole New York sei er "lebensbedrohlich". Der Hurrikan sollte am späten Samstagabend oder frühen Sonntagmorgen auf die größte Stadt der USA treffen.

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