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Österreich "dritt-friedlichstes" Land der Welt

2014 war ein besonders gewaltgeprägtes Jahr, in dem die meisten Kriege seit Beginn dieses Jahrtausends geführt wurden. Österreich bleibt dagegen im internationalen Vergleich weiter die oft zitierte "Insel der Seligen": Dem jährlich erhobenen "Global Peace Index" des Internationalen Friedensinstitutes in Stockholm (SIPRI) zufolge ist die Alpenrepublik das dritt-friedlichste Land auf dem Globus.

Der SIPRI-Jahresbericht 2015 wurde am Montag in Stockholm präsentiert. Den darin enthaltenen Friedensindex erstellt das Institut jährlich für 162 Staaten weltweit aus 22 Indikatoren: von der Beteiligung an Kriegen über interne Auseinandersetzungen, Verbrechensraten und Häftlingszahlen über Waffenim- und -exporte bis zu politischer Stabilität und der Einhaltung der Menschenrechte. Die friedfertigsten Staaten der Erde sind demnach Island, Dänemark - und eben Österreich, das damit den früheren Spitzenreiter Neuseeland und auch die Schweiz hinter sich lässt. Am unteren Ende der Skala finden sich, wenig überraschend, Somalia, der Irak, der Südsudan, Afghanistan und schließlich, als absolutes Schlusslicht, Syrien.

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Ungeachtet dieser Friedensoasen lautet eine der Hauptaussagen des Berichtes: Der positive Trend der letzten Dekade mit einem globalen Rückgang gewalttätiger Auseinandersetzungen und einem effektiveren Konfliktmanagement ist Geschichte, wie der weitgehende Zusammenbruch staatlicher Strukturen in Syrien, dem Irak und Libyen einerseits und der Rückgang zwischenstaatlicher wie innerstaatlicher Sicherheit in Europa - vom Ukraine-Konflikt bis zu den islamistischen Anschlägen von Paris - zeigt.

Ungeachtet der zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen stiegen die weltweiten Rüstungsausgaben im vergangenen Jahr nicht an, gegenüber 2013 gingen sie sogar um bescheidene 0,4 Prozent zurück - halten aber bei immer noch schwer vorstellbaren 1,776 Billionen Dollar ( (1,591 Billionen Euro). Für die Reduktion sorgten hier vor allem die USA und Westeuropa, während im Rest der Welt, allen voran in Osteuropa und Afrika, die Militärbudgets weiter erhöht wurden.

Ambivalent auch die Entwicklung im Bereich der atomaren Rüstung: Die Zahl der atomaren Sprengköpfe ging 2014 weiter zurück, sie wurden laut SIPRI von 16.350 auf 15.850 reduziert - primär durch den zwar langsameren, aber weiter durchgeführten Abbau der nuklearen Arsenale von USA und Russland, die gemeinsam über mehr als 90 Prozent aller Atomwaffen verfügen. Gleichzeitig registriert SIPRI aber, dass sowohl die beiden Atom-Supermächte als auch alle anderen Staaten mit Nuklearwaffen (Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea) an der Modernisierung ihrer Nuklear-Arsenale arbeiten und folglich keinerlei Absicht haben, die atomare Bewaffnung als militärisches Konzept in absehbarer Zeit gänzlich aufzugeben.

 

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