Österreicher unter den Todesopfern

Terror in Moskau

© EPA

Österreicher unter den Todesopfern

Nach dem verheerenden Selbstmordattentat im Moskauer Flughafen Domodedowo konnten noch nicht alle Leichen identifiziert werden. Unter den Todesopfern befindet sich ein Österreicher, wie Außenminister Michael Spindelegger in einer Aussendung am Dienstagabend bestätigte. "Mein tiefes Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen der Opfer. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Stunde bei ihnen", zeigte sich der Außenminister tief betroffen.

Laut einer im Internet einzusehenden Liste des russischen Katastrophenschutzministeriums wurde das österreichische Opfer 1969 geboren. Sein Name wird mit Nikolai Ivanov (Iwanow) angegeben. Es soll sich offenbar um einen Österreicher bulgarischer Herkunft handeln. Eine Sprecherin des bulgarischen Außenministeriums sagte laut der Agentur BTA, Ivanov sei seit zwei Jahren österreichischer Staatsbürger gewesen. Er arbeitete für ein österreichisches Unternehmen und war in Moskau auf Geschäftsreise.

Der Moment, als die Bombe explodierte

Mit größter Wahrscheinlichkeit dürfte noch eine weitere österreichische Staatsbürgerin bei den Anschlägen ums Leben gekommen sein, die bisher als vermisst gegolten hat. Sie soll sich auf dem Flughafen Domodedowo aufgehalten haben und war nach Angaben eines ihrer Arbeitskollegen "im Moment nicht erreichbar".

Putin schwört Rache
Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat Vergeltung angekündigt. "Rache ist unausweichlich", sagte der Premier Dienstag. Es wurde nicht klar, gegen wen sich Putins Aussage exakt richtete. Bisher hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt, der Verdacht fiel aber auf tschetschenische Extremisten.

Amateurvideo aus Moskau:

Identifikation
Die Identifikation sei schwierig, weil viele Wartende von der Druckwelle der Bombe und umherfliegenden Metallteilen zerrissen worden seien. Bei dem Anschlag in der Ankunftshalle waren am Montag auch 180 Menschen verletzt worden. Viele von ihnen schweben in Lebensgefahr.

Diashow Terroranschlag auf Moskauer Flughafen
Terroranschlag auf Moskauer Flughafen

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Der Moment, in dem die Bombe explodierte

Anschlag auf Moskauer Flughafen

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Verstöße gegen Sicherheitsvorschrift
Nach dem Anschlag ist eine Untersuchung gegen Unbekannt wegen Verletzung der Sicherheitsregeln auf dem Airport eingeleitet worden. Es gehe um Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen, "die den terroristischen Akt ermöglicht" hätten, erklärte die zuständige Untersuchungskommission am Dienstag in Moskau. Überprüft werde das Verhalten der für die Sicherung des Flughafens zuständigen Polizei - sowohl auf der Führungsebene als auch bei den einfachen Beamten.

Auch die Rolle der Flughafenverwaltung und des Sicherheitsdienstes von Domodedowo werde untersucht. Im Falle eines Schuldspruchs droht dem oder den Schuldigen eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren.

Russlands Präsident Dmitri Medwedew hatte dem Flughafenmanagement vorgeworfen, Sicherheitsvorschriften zu lax umgesetzt zu haben. Es habe die "reine Anarchie" geherrscht, Menschen hätten völlig freien Zugang zum Flughafen-Terminal gehabt. Er wies das Innenministerium an, eine Liste von Mitarbeitern der Verkehrssicherheit aufzustellen, die entlassen werden sollten. Die Flughafenverwaltung wies die Vorwürfe zurück.






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