Ägypten:

Oppositionsführer lehnen Dialog mit Mursi ab

Ägyptens Oppositionsführer haben ein Angebot von Präsident Mohammed Mursi zum Dialog zurückgewiesen. Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei teilte am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit: "Bevor der Präsident die Verantwortung für das jüngste Blutvergießen übernimmt und verspricht, eine Regierung der Nationalen Rettung und ein unabhängiges Gremium zur Abänderung der Verfassung zu bilden, ist jeder Dialog reine Zeitverschwendung."

Der linke Politiker Hamdien Sabahi forderte den Islamisten auf, die Gewalt zu beenden und den Willen der Menschen zu achten. Grundlage für einen ernsthaften nationalen Dialog seien zudem politische Lösungsangebote und nicht strikte Sicherheitsmaßnahmen.

Am Sonntagabend hatte Mursi nach Krawallen mit Dutzenden Toten über drei Städte am Suez-Kanal den Ausnahmezustand verhängt. Zugleich erneuerte er sein Gesprächsangebot an die Opposition. Nach der Rede gab es weitere Proteste.

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