25. Februar 2010 20:38
Die US-Behörden leiteten nach der tödlichen Attacke des Killerwals (Orca)
„Tilly“ im Aquarium SeaWorld in Orlando (Florida) eine Untersuchung ein: Die
Trainerin Dawn Brancheau (40) war am Mittwoch vor den Augen entsetzter
Parkbesucher von dem 5.579 Kilo schweren Tier regelrecht zerfleischt worden.
Die Anlage ist geschlossen, die SeaWorld-Parks in San Diego und San Antonio
sagten Wal-Shows ab. Die Debatte über deren Haltung tobt: Die Tiere seien in
ihrer natürlichen Umgebung äußert sozial, lebten in Gruppen und litten in
Gefangenschaft an „Depressionen, die sie aggressiv machen“, so Experten
(siehe rechts). 24 Attacken gefangener Orcas auf Menschen sind dokumentiert.
Wal Tilly war schon vor dem Horror als „unkooperativ“ und „deprimiert“
bezeichnet wurden. Das Protokoll der Attacke: Gerade war die Mittagsshow im
Shamu-Stadium, wo die Wale vorgeführt werden, zu Ende. Trainern war
aufgefallen, dass Tilly irritiert schien. Wie auch andere Orcas: Plötzlich
rasten zwei im Kreis durchs Becken. Trainerin Brancheau hockte auf einer
Plattform, massierte ihn. „Es sah freundlich aus“, so Besucher Eldon Skaggs:
„Plötzlich fasste er sie, zog sie ins Becken, schwamm wild im Kreis.“
Bestückt mit 52 je 7,6 Zentimeter langen, messerscharfen Zähnen ist das
Orca-Maul eine tödliche Waffe.
Zeuge: „Der Wal schwamm mit Opfer im Maul ...“
Dramatisch
auch der Report von Victoria Biniak: Demnach hätte der Wal im Becken
„richtig Schwung geholt“, sei aus dem Tank geschossen, hätte die Trainerin
an der Hüfte gepackt. Die Zeugin: „Er schüttelte sie so heftig, dass einer
ihrer Schuhe wegflog.“ Sirenen tönten, Zuseher stoben in alle Richtungen
davon.
Ein Tourist aus Brasilien sah gerade mit seiner Freundin durch die Glaswand
der „Unterwasser-Aussichtsplattform“ ins Becken. „Plötzlich schwamm der Wal
vorbei – mit einem Menschen im Maul.“ Eine Blutspur zog sich durchs Wasser.
„Ich bekomme das Bild nicht aus meinem Kopf.“ Parkchef Dan Brown ist
fassungslos: „Sie war die Trainerin mit der größten Erfahrung.“
„Tilly“ schlug bereits früher mehrmals zu
Der
30 Jahre alte Orca, vor Island gefangen, tötete schon früher:
- 1991 attackierte das Tier die Hilfskraft Keltie Byrne (20) in einem
Marinepark in Kanada. Er schubste sie herum wie einen Spielball. Als sie
flüchten wollte, attackierten sie zwei weitere Wale. Sie ertrank.
- 1999 sprang ein Verwirrter, Daniel Dukes (27), in Tillys Becken in
Orlando. Die Autopsie zeigte tiefe Bisswunden an der Hüfte.
Tragisch: Opfer Brancheau hatte bereits als Neunjährige bei einem Sea
Word-Besuch den Entschluss gefasst, mit Walen arbeiten zu wollen. „Ich
erzählte meiner Mum damals“, sagte in einem Interview, „genau das will ich
tun“.
Meeresbiologe Arndt Stenzel über die tödliche Wal-Attacke:
"Tiere
werden depressiv und dann sehr aggressiv"
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ÖSTERREICH: Man dachte bisher, Orcas sind liebe Tiere? Arndt
Stenzel: Die darf man nie als ungefährlich bezeichnen. Sie sind
und bleiben wilde Tiere. Es gibt in der Öffentlichkeit viel mehr
Geschichten über Delfine – Orcas sind die größte Delfinart – die sich
mit Menschen anfreunden, deswegen das falsche Image. ÖSTERREICH:
Aber wieso werden sie so aggressiv? Stenzel:
Hauptfaktor ist die Gefangenschaft. Viele dieser Tiere bekommen in
Delfinarien extreme Depressionen. Da können sie gegen sich selbst,
ihre Artgenossen oder Menschen aggressiv werden. Zweite Theorie: Die
tödliche Attacke könnte auch normales Spielverhalten sein. ÖSTERREICH:
Und warum werden Killerwale depressiv? Stenzel:
Sie werden trainiert, eine Show abzuziehen. Dadurch verlieren sie ihr
normales Sozialverhalten, ihren Jagdinstinkt. Außerdem haben sie in
der Gefangenschaft keinen adäquaten Platz. Sie leben in kleinen
Becken, sind aber Ozeane gewöhnt. Ihre körperliche Aktivität
degeneriert. Und dann entsteht das depressive Verhaltensmuster:
Nahrungsverweigerung und aggressives Verhalten. ÖSTERREICH:
Aber warum attackieren sie ihre Ernährer? Stenzel:
Um so ein Tier für die Shows abzurichten, muss man zuerst ihr Naturell
brechen. Dazu gehört auch Brutalität gegenüber dem Tier – in manchen
Fällen bis hin zu Elektroschocks. Das hinterlässt Spuren bei den
Tieren ... ÖSTERREICH: Gibt es Chancen, so einen
Angriff zu überleben? Stenzel: Nein, bei einem
Killerwal hat ein Mensch überhaupt keine Chance. Die Tiere wiegen
Tonnen, sind kräftig und haben Hunderte lange scharfe Zähne.
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Wildtieren ist grausam.Das ist doch klar das das denn Tier schadet als beispiel Keiko der wal aus Free Willy.Das sie ihrgendwann zuschlagen ist doch logisch wenn man mal sieht was die mit Robin in der Wildnis machen Orca Bullen stürzen sich an Strände greifen eine Robe und wirbeln sie umher.