Osten der USA ertrinkt im Regen

"Jahrhunderflut"

Osten der USA ertrinkt im Regen

Die Ostküste der USA bleibt zwar von der Wucht des Hurrikans "Joaquin" verschont. In weiten Teilen der Region von South Carolina bis New Jersey drohen aber dennoch an diesem Wochenende massive Regenfälle und schwere Überschwemmungen. Der Hauptgrund für die Wassermassen ist ein Tiefdruckgebiet, das sich seit Tagen über dem US-Osten festgesetzt hat.

"Jahrundertfluten"

US-Medien berichteten von möglichen "Jahrhundertfluten", der nationale Wetterdienst warnte vor Niederschlägen von vielleicht "historischen Ausmaßen". US-Präsident Barack Obama erklärte am Samstag den Notstand in South Carolina. Damit können rasch Bundeshilfen in den Staat fließen.

In der Stadt Charleston standen bereits am Samstagvormittag Straßen knie- bis hüfthoch unter Wasser, die Zufahrtswege zur Stadt waren teilweise blockiert. Die Bürger wurden aufgerufen, möglichst in ihren Häusern zu bleiben. Sie müssen sich nach Vorhersagen auf bis zu 30 Zentimeter Niederschlag allein an diesem Wochenende einrichten.

Hunderte Häuser evakuiert
Sowohl in South Carolina als auch im Nachbarstaat North Carolina waren Hunderte Häuser in besonders niedrig liegenden Gebieten bereits am Freitag evakuiert worden. In beiden Staaten sowie in Virginia und New Jersey riefen die Gouverneure vorsorglich Katastrophenalarm aus.

Dem Sender CNN zufolge kamen bis zum Samstagnachmittag in North und South Carolina vier Menschen infolge der Regenfälle ums Leben. Darunter war ein Autofahrer, der in seinem Fahrzeug von einem Baum erschlagen wurde.

"Joaquin" verschont Festland
Hurrikan "Joaquin" wird entgegen früherer Befürchtungen nicht auf das US-Festland treffen. Er bewegte sich am Samstag langsam von den Bahamas verstärkt nordwärts ins offene Meer und soll am Sonntag westlich an den Bermudainseln vorbeiziehen.

Das US-Hurrikanzentrum stufte den Wirbelsturm mittlerweile auf die zweithöchste Kategorie hinauf. Er ziehe mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern voran. In den kommenden Tagen sei mit einer schrittweisen Abschwächung zu rechnen.

Stürmische Winde
Auf den Bahamas müsse dennoch weiter mit stürmischen Winden und heftigem Regen gerechnet werden, erklärte das Zentrum weiter. Auch am US-Festland sorgte er für zusätzlichen Regen und hohe Wellen an der Küste - eine doppelte Misere für die betroffenen Gebiete, in denen der Boden nach ungewöhnlich regenreichen Wochen ohnehin vollgesogen ist.

Die US-Küstenwache setzte indes ihre Suche nach einem im Hurrikan "Joaquin" vermissten Containerschiff fort. Die "El Faro" war nahe den Bahamas mit 33 Menschen an Bord in Seenot geraten. Zuletzt hatte es am Donnerstag in der Früh (Ortszeit) Verbindung zu dem Schiff gegeben. Am Samstag meldete die US-Küstenwache via Kurznachrichtendienst Twitter, einen Rettungsring des Schiffes gefunden zu haben.

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