Paris: Polizei fahndet nach Brüdern

Massaker mit 12 Toten

Paris: Polizei fahndet nach Brüdern

Nach dem Anschlag auf das religionskritische Magazin sind die beiden mutmaßlichen Attentäter weiter auf der Flucht. Es mehren sich die Anzeichen, dass es einen islamistischen Hintergrund gibt. Die Polizei fahndet mit tausenden Beamten und Spezialkräften in mehreren Städten nach den Brüdern Said (34) und Cherif K. (32). Ein mutmaßlicher Helfer der beiden Brüder stellte sich nach knapp zwölf Stunden freiwillig der Polizei. Der 18-Jährige beteuert aber seine Unschuld.

Video zum Thema Frankreich jagt Brüderpaar

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Unweit der Redaktion gewohnt
Die Täter sollen unweit der Redaktion von "Charlie Hebdo" gewohnt haben. Die Polizei veröffentlicht am frühen Donnerstag in der Früh ein Fahndungsplakat mit Fotos der beiden.

Die Brüder sollen am Mittwoch schwarz vermummt die Redaktion gestürmt und mit einer Kalaschnikow geschossen haben. Beim Rauslaufen aus dem Gebäude erschossen die Brüder einen Polizisten und schrien ihren Hass heraus: "Allah ist groß", "Wir haben Mohammed gerächt" und "Wir haben Charlie Hebdo getötet." Ein 18-Jähriger soll ihnen geholfen haben. Medien zufolge stellte er sich in der Nacht und beteuert seine Unschuld.

Video zum Thema Die mutmaßlichen Attentäter!

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In Frankreich aufgewachsen
Die beiden Brüder wuchsen beide in französischen Heimen auf, ihre Eltern stammten aus Algerien, verstarben jedoch früh. Cherif K. (32) - Der jüngere der beiden Brüder hat nach Berichten französischer Medien bereits ein Vorleben als Islamist. Er wurde 1982 in Paris geboren. Er soll Teil einer nach dem städtischen Park "Buttes-Chaumon" genannten Verbindung gewesen sein, die in Frankreich Jihadisten für den Kampf im Irak angeheuert haben soll. Kurz bevor er sich absetzen konnte wurde er verhaftet und 2008 zu drei Jahren Haft verurteil, von denen 18 Monate zur Bewährung ausgesetzt wurden. Zwei Jahre später wurde sein Name im Zusammenhang mit einem Befreiungsversuch eines inhaftierten Mitglieds einer islamistischen Gruppe genannt.

Said K. (34) - Auch der ältere Bruder ist als französischer Staatsbürger im zehnten Arrondissement von Paris geboren. Im Zusammenhang mit den Aktivitäten seines jüngeren Bruders soll auch Said K. 2010 im Visier der Ermittler gewesen sein. Dabei sollen sich keine Erkenntnisse ergeben haben. Beide Brüder sollen 2005 in Syrien gewesen sein. Von Damaskus aus wollten sie in den Irak einreisen, um dort gegen die USA zu kämpfen.

Im Gefängnis radikalisiert
Cherif Kouachi, der unter dringendem Tatverdacht steht, soll in seiner Zeit im Gefängnis radikalisiert worden sein. Soll er vorher noch recht unbekümmert gewesen sein, so setzte ab 2010 eine deutliche Umkehr ein. Das folgende Foto zeigt, wie er im Gefängnis von Djemal Beghal angeworben und in radikalisiert wurde.

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