Pilot fliegt nach Melbourne statt nach Malaysia

Kleine Unachtsamkeit:

Pilot fliegt nach Melbourne statt nach Malaysia

Der Flug einer AirAsia-Maschine hätte von Sydney nach Malaysia gehen sollen. Doch aufgrund einer kleinen Unachtsamkeit vor dem Start steuerte der Kapitän das Flugzeug stattdessen nach Melbourne.

Rollentausch

Im Normalfall geht der Pilot vor dem Start die Maschine ab und sucht nach möglichen Sicherheitsmängeln, während der Copilot im Cockpit zurückbleibt und die Koordinaten des Ziels in den Bordcomputer eingibt.

Wie aus dem Untersuchungsbericht der Sicherheitsbehörden hervorgeht, seien jedoch die Ohrenschützer des Kapitäns kaputt gewesen, weshalb er und der Copilot beim Sicherheitscheck vor dem Flug die Rollen getauscht haben sollen, berichtet der "Focus". So übernahm der Kapitän höchstpersönlich die Eingabe der Koordinaten.

Falsche Zahl eingetippt

Der Pilot gab die Daten manuell in den Bordcomputer ein, dabei machte er jedoch einen kleinen Fehler, der große Auswirkungen hatte: Er tippte eine Zahl falsch ein, was zu einer Positionsabweichung von mehr als 11.000 Kilometern führte.

Der Bordcomputer löste daraufhin aufgrund der falschen Positionsangabe einen Alarm aus, doch die Crew ignorierte diesen. Erst als sich das Flugzeug bereits in der Luft befand bemerkten die Verantwortlichen den Fehler. Doch anstatt die Probleme zu lösen, führten die Versuche der Piloten laut Informationen des "Focus" zu einer weiteren Verschlechterung des Navigationssystems, des Flugleitsystems sowie des Flugkontrollsystems.

Sechs Stunden Verspätung

Um das Problem abzuwenden hätten die Piloten daraufhin um Landeerlaubnis am Flughafen Sydney gebeten, dieser konnte jedoch wegen schlechter Wetterbedingungen nicht angeflogen werden. Aus diesem Grund wurde die Maschine nach Melbourne umgeleitet, wo die Probleme mit dem Bordcomputer behoben werden konnten.

Mit insgesamt sechs Stunden Verspätung trafen die Passagiere schließlich an ihrem eigentlichen Ziel an. Der Vorfall ereignete sich bereits im März 2015, erst jetzt wurde jedoch der Untersuchungsbericht der Sicherheitsbehörden veröffentlicht.

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