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Statt Toilette

"Pinkel-Beutel" für Zuggäste

Die niederländische Bahn plant in Zügen ohne Toiletten die Einführung von "Pinkel-Beuteln". "Wir wollen die Beutel auf unseren im Nahverkehr eingesetzten Sprinter-Zügen einführen", sagte Unternehmenssprecherin Nienke Kooistra am Freitag der AFP. "Sie sollen aber wirklich nur in extremen Notsituation genutzt werden, beispielsweise wenn ein Zug auf der Strecke liegenbleibt."

Beutel mit Pulver
Sollte einen der Passagiere in den Zügen wirklich ein dringendes Bedürfnis überkommen, soll er sich nach den Plänen der Bahn künftig einen der Beutel nehmen und in die unbenutzte Fahrerkabine am Ende des Zuges zurückziehen können. In den Beuteln befindet sich ein weißes Pulver, das zu Gel wird, wenn es mit Flüssigkeit in Berührung kommt. Die Passagiere sollen im Fall der Fälle die Beutel im Zug lassen oder einfach nach dem Aussteigen wegwerfen.

Heftiger Widerstand
Gegen die Idee der Bahn regte sich am Freitag heftiger Widerstand. Eine Frau sagte im Fernsehen: "Meinen die das ernst? Ich kann mir nicht vorstellen, da reinzumachen." Außerdem verwies die Frau auf den Geschlechterunterschied: "Für einen Mann mag das ja gehen, für eine Frau ist es einfach unmöglich." Auch empörte Zugführer meldeten sich zu Wort: Sie wollen nicht, dass ihr Arbeitsplatz zur Toilette wird.

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