Politikerin wegen Schleppertätigkeit verurteilt

Schweizer Kantonsabgeordnete

Politikerin wegen Schleppertätigkeit verurteilt

Ein Gericht hat die eine schweizerische Kantonsabgeordnete am Donnerstag wegen Schleppertätigkeit verurteilt. Die sozialistische Abgeordnete Lisa Bosia Mirra aus dem Tessin hatte nach Auffassung des Gerichts vor einem Jahr 24 Flüchtlingen aus Syrien und Eritrea beim illegalen Grenzübertritt aus Italien in die Schweiz geholfen. Der Nachrichtenagentur SDA zufolge gestand die Politikerin die Tat ein.

Mirra will Urteil anfechten lassen

Sie wurde zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt. Das Gericht erkannte ausdrücklich an, dass die Parlamentarierin in guter Absicht gehandelt habe. Die Flüchtlinge hatten in Italien am grenznahen Bahnhof von Como festgesessen, Mirra wollte sie aus ihrer schwierigen Lage befreien.

Trotz der guten Absicht habe sie schweizerisches Recht gebrochen, befand das Gericht. "Die Angeklagte arbeitete zwei Wochen daran, ein Netzwerk aufzubauen, um 24 Flüchtlingen zur illegalen Einreise zu verhelfen", zitierte SDA den Richter Siro Quadri. Die Flüchtlinge wären auch bei einem Verbleib in Italien sicher gewesen. Mirra will das Urteil anfechten lassen - notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, kündigte sie an.

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