Polizei entdeckte Grusel-Haus von Pädophilem

Fenster zugemauert

Polizei entdeckte Grusel-Haus von Pädophilem

Im Zuge von Ermittlungen zu einem Kinderporno-Ring stieß die deutsche Polizei auf einen 35-Jährigen, bei dem vermutet wurde, dass er mit dem Verschwinden der damals fünfjährigen Inga im Mai 2015 in Verbindung stehen könnte.

Lebensechte Sexpuppen, Fesselwerkzeug

Doch schnell wurde den Ermittlern des LKA bewusst, dass es sich bei dem Festgenommenen nicht um einen üblichen Kinderporno-Konsumenten handelt, berichtet die BILD. In der Berliner Wohnung von Martin H. fand die Polizei "Sexpuppen aus Silikon, die fünf-, sechsjährigen Mädchen lebensecht nachempfunden waren".

Auch Werkzeug zum Fesseln und Knebeln sowie Pornos habe man sichergestellt. "Material, das darauf schließen ließ, dass der Besitzer besessen ist von der Vorstellung, kleine Mädchen zu entführen."

"Horror-Haus" gestürmt

Als klar wurde, dass der 35-Jährige aus der Nähe von jenem Ort abstammt, wo Inga im Vorjahr verschwunden ist, hoffte man darauf, das kleine Mädchen zu finden. Die Spur führte schließlich von Berlin in einen kleinen Ort bei Bitterfeld, wo Martin H. ein verfallenes Bauernhaus gekauft hatte.

Das Grundstück wurde mitten in der Nacht von Ermittlern gestürmt. "So etwas hatte keiner von uns je gesehen", erzählte ein Fahnder der Zeitung. "Die Hausfenster waren nur Attrappen. Dahinter hatte er alles zugemauert, dicke, schalldichte Türen." Neben Fesseln und Spielzeug für Mädchen habe man auch eine Matratze und eine provisorische Toilette entdeckt. "Offenbar hergerichtet, um Kinder zu entführen", so der Polizist.

Pädophiler eingewiesen

Von dem gesuchten Mädchen gab es jedoch auch hier keine Spur. Doch die Ermittler sind davon überzeugt, dass durch die Festnahme des 35-Jährigen zumindest einem anderen Kind ein schreckliches Schicksal erspart blieb.

Martin H. wurde nach seiner Verhaftung in eine Einrichtung für psychisch kranke Straftäter eingewiesen. Über die dauerhafte Unterbringung im Maßregelvollzug sei noch nicht rechtskräftig entschieden worden, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin.

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